Sabine Groth (Content-Team)Lesedauer: 7 Minuten

13 Fonds im Crashtest Die besten Mischfonds für Schwellenländer

Niederlassung der indischen HDFC Bank in Miysore
Niederlassung der indischen HDFC Bank in Miysore: In vielen Schwellenländern hat das Bankgeschäft noch beträchtliches Wachstumspotenzial. | Foto: Wikimedia Commons/Christopher J. Fynn/CC-BY-SA-4.0

Mischfonds sind eine Erfolgsgeschichte – zumindest was ihren Absatz betrifft. Das in Deutschland in entsprechenden Fonds verwaltete Vermögen hat sich in den vergangenen zehn Jahren fast verdreifacht. Auch Schwellenländer sind in vielen Anleger-Portfolios prominent vertreten, vor allem aufgrund der schillernden Wachstums-Story China. Im Paket sind die beiden Themen allerdings bislang kein wirklicher Verkaufserfolg. Das zeigt schon das magere Angebot an Schwellenländer-Mischfonds hierzulande. Die Kriterien für unseren Crashtest erfüllen gerade einmal 13 Fonds – und nur zwei davon knacken zum Stichtag die Eine-Milliarde-Euro-Marke beim Volumen. Neben dem AB Emerging Markets Multi-Asset von Alliance Bernstein (Rang 10) schafft dies der Schroder Global Emerging Market Opportunities. Mit 1,7 Milliarden Euro ist er der größte Fonds im Feld und gleichzeitig Gesamtsieger (siehe Tabelle).

Nicholas Field und Tom Wilson, Leiter Schwellenländeraktien bei Schroders, managen den Fonds gemeinsam seit Auflegung im Januar 2007. Wer nun allerdings denkt, er bekommt hier die beiden Anlageklassen Anleihen und Aktien in einem Fonds, liegt falsch. Field und Wilson haben vor allem Aktien im Blick. Sie dürften zwar nach den Anlagerichtlinien bis zu 40 Prozent in Cash und Anleihen aus Industrie- und Schwellenländern stecken, um in schlechten Aktienzeiten die Performance zu sichern. Nutzen tun sie diese Möglichkeit allerdings kaum. „Typischerweise sind wir voll in Aktien investiert und erhöhen lediglich die Barquote, wenn die Märkte extrem überbewertet sind oder sich eine Krise anbahnt“, erklärt Wilson. Derzeit liegt die Quote bei rund 4 Prozent. Der Rest steckt in rund 60 Aktien aus Schwellenländern.

Rang Fondsname ISIN Punkte Gesamt Punkte Performance Punkte Stresstest Punkte Aktives Management Performance 5 Jahre Maximaler Verlust 5 Jahre Fondsvolumen in Mio EUR
1 Schroder Global Emerging Market Opportunities LU0269904917 73 36 10 27 83,19 37,06 1,677
2 Carmignac Emerging Patrimoine LU0592698954 72 18 30 24 34,94 17,80 614
3 Templeton Emerging Markets Dynamic Income LU0608807433 40 9 19 12 34,40 25,56 157
4 Global Emerging Markets Balance LU0455866771 32 16 6 10 35,68 25,97 105
5 Ninety One Emerging Markets Multi-Asset LU0700851271 32 16 12 4 35,47 28,89 579

>>Zum Gesamt-Ranking des Crashtests mit 8 weiteren Fonds

Der Fonds setzt auf die besten Ideen der klassischen globalen Emerging-Markets-Strategie von Schroders. Aus den Ländern, die dort übergewichtet sind, wählen die Manager jene Aktien aus, von denen sie am stärksten überzeugt sind. Hinzu kommen Aktien aus anderen Ländern, die mit ihren Fundamentaldaten glänzen und ein überdurchschnittliches Kurspotenzial aufweisen. Zu den am stärksten übergewichteten Märkten zählt derzeit Südkorea. „Das Land profitiert vom globalen Wachstum, Koreas Exporte und die Unternehmensgewinne sind derzeit sehr stark“, begründet Wilson. Ebenfalls gefallen ihm Brasilien und Russland. China ist mit knapp 24 Prozent die größte Länderposition und zugleich das stärkste Untergewicht gegenüber dem MSCI Emerging Markets. Was Wilson auch nicht so rasch ändern will: „Nach der rasanten Erholung im vergangenen Jahr hat der Kreditimpuls den Höhepunkt überschritten. Der jüngste regulatorische Druck liefert weiteren Gegenwind.“

Tipps der Redaktion
38 Fonds im CrashtestDie besten Fonds für US-Nebenwerte
201 Fonds im CrashtestDie besten Fonds für US-Standardaktien
23 Fonds im CrashtestDie besten Pazifik-Aktienfonds
Mehr zum Thema