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Der Boom künstlicher Intelligenz lässt die Kurse steigen. Jüngst hat der Chip-Riese Nvidia als erster börsennotierter Konzern eine Marktkapitalisierung von fünf Billionen US-Dollar erreicht. Sind die hohen Bewertungen gerechtfertigt oder platzt bald die KI-Blase? Kaum ein Börsenthema wird derzeit so kontrovers diskutiert.
„Sie wird platzen“, sagt Acatis-Chef Hendrik Leber im Gespräch mit dem Nachrichtensender ntv. Die Frage sei lediglich, wann – dies könne jetzt, in einem halben Jahr oder in einem Jahr passieren. In vielen Bereichen sei der Konsument nicht bereit, für KI-Anwendungen zu bezahlen. Leber: „Die Frage ist: Wo kommt eigentlich das Geld her in diesem Ökosystem künstliche Intelligenz?“
Firmen, die nah am Kunden seien, hätten zwar einen Vorteil. Insgesamt dürfte die Konkurrenz jedoch zunehmen, das werde die Margen drücken. Kleinere Rücksetzer waren bereits zu beobachten. „Man merkt, wie die Nervosität am Markt zunimmt“, so Leber im Gespräch mit ntv-Moderator Friedhelm Tilgen. Spannend könne für Investoren sein, sich die Unternehmen genauer anzuschauen, die von der Technologie profitieren, etwa durch Effizienzsteigerungen.
Korrekturen ja, Crash nein
Anders blickt Robert Halver, Leiter der Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank in Frankfurt, auf den aktuellen KI-Boom. Dass den „angeblich völlig überteuerten Tech-Aktien“ ein ähnliches Schicksal drohe wie der Dotcom-Blase Ende der 1990er-Jahre, glaubt er nicht: „Jedoch vereinen diese Titel nicht nur einen überproportionalen Anteil der US-Marktkapitalisierung auf sich, sondern auch den Löwenanteil des langfristigen Gewinnwachstums. Das ist ein dramatischer Unterschied zu damals“, schreibt Halver in einer aktuellen Analyse.
Niemand sei gezwungen, in KI zu investieren. Dass Investoren es tun, zeigt, dass der Bedarf gesehen werde. „Überhaupt wird KI alle Branchen der Volkswirtschaft befruchten.“ Korrekturen könne es trotzdem geben, mit einem Crash rechnet Halver jedoch nicht.
Dass der Markt aktuell sehr hoch bewertet ist, zeige auch der Blick auf zwei prominente Indikatoren, den Buffett-Indikator und das Shiller-Kurs-Gewinn-Verhältnis (Shiller-KGV), erklärt Georgios Passameras, Leiter Portfoliomanagement bei der GAP Vermögensverwaltung, in einem Gastbeitrag für DAS INVESTMENT. „Damit ist ein erhöhtes Risiko für Rückschläge verbunden, falls die sportlichen Erwartungen an das Gewinnwachstum nicht erfüllt werden.“
Anleger, die auf KI setzen möchten, kommen jedoch an den US-Riesen kaum vorbei: „Letztendlich existieren die vielversprechenden Unternehmen im KI-Bereich fast ausschließlich in den USA.“ Dennoch sei es unerlässlich, auch die reale Implementierung der KI-Technologie in der Wirtschaft zu verfolgen. „Es muss sich erst zeigen, ob aus den beeindruckenden Fortschritten bei verschiedenen Leistungs-Benchmarks für Large-Language-Modelle auch reale Produktivitätsgewinne in der Wirtschaft resultieren“.
Für Passameras gewinnen damit Bewertungsdisziplin und aktives Risikomanagement wieder an Bedeutung, „da passive Strategien bei Bewertungsumschwüngen besonders anfällig sind“.
Die besten KI-Fonds und -ETFs: So haben wir ausgewertet
Hat sich der aktuelle KI-Boom auch für Anleger ausgezahlt, die auf entsprechende Fonds und ETFs setzen? Wir haben uns 30 Fonds und ETFs mit KI als Namensbestandteil genauer angeschaut, die das Ratinghaus Scope kürzlich für eine Marktanalyse herausgefiltert hat.
Um den kurzfristigen Trend zu erfassen und möglichst viele Strategien aus der vergleichsweise jungen Vergleichsgruppe abzubilden, haben wir die Wertentwicklung über ein Jahr als Kriterium herangezogen. Dabei fallen vor allem die großen Unterschiede auf: Auf Jahressicht liegt die Performance-Bandbreite bei -5 Prozent bis knapp 86 Prozent.
Auch innerhalb der Top Ten sind die Unterschiede noch groß: So hat der erstplatzierte Fonds knapp 30 Prozent Vorsprung auf Rang zwei. Platz eins und Platz drei trennen sogar 50 Prozent. Die übrigen Fonds in den Top Ten liegen wiederum dicht beieinander.
Die KI-Fonds und -ETFs, die Anlegern auf Jahressicht die höchsten Renditen geliefert haben, finden Sie auf den folgenden Seiten.

