Die besten Vermögensmanager 2010 – der Testfall

//
In diesem Jahr sollten die getesteten Vermögensmanager einen angehenden Jungunternehmer beraten und betreuen. Der in Russland lebende Vater des in Deutschland aufgewachsenen Manns war einst als Offizier der Roten Armee in der DDR stationiert. Nach seiner Rückkehr in die Heimat hatte er sich in der russischen Immobilienbranche selbständig gemacht und ein Millionenvermögen erwirtschaftet.

Der Vater eröffnete seinem Betriebswirtschaft studierenden Sohn nunmehr die Gelegenheit, sich als Unternehmer zu beweisen. Er stellte ihm ein Startkapital von 12 bis 15 Millionen Euro in Aussicht. Der Sohn sollte einen geeigneten Vermögensmanager ausfindig machen, der ihn beim Erwerb einer eigenen Immobilienfirma begleitet. Das verbleibende Restkapital sollte langfristig angelegt werden.

Der Jungunternehmer plante ferner, monatlich 4.000 Euro zur Bestreitung seines Lebensunterhalts zu entnehmen. Die Lösung der gestellten Aufgabe erforderte detaillierte Kenntnisse des deutschen Schenkungsrechts sowie Erfahrung im Umgang mit Auslandsgeld. Denn das zur Verfügung stehende Kapital musste erst aus Drittländern wie Zypern transferiert werden.

Der Kunde mit russischem Vater wurde nicht von allen Vermögensmanagern mit offenen Armen empfangen. Im Umgang mit Auslandskunden erfahrene Häuser nahmen die Herausforderungen jedoch an und erarbeiteten anspruchsvolle Konzepte hinsichtlich Schenkung und Vermögensanlage. Bei der Akquisition eines geeigneten Immobilienunternehmens blieb der angehende Jungunternehmer allerdings weitgehend auf sich allein gestellt.

zurück zum Artikel „Schweizer vorn beim Test der besten Vermögensmanager“
zur Bildstrecke der besten Vermögensmanager
zum Interview „Dieses Jahr ging es ums Überleben“

nach oben