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Finma ade Die Diem-Macher ziehen sich aus der Schweiz zurück

Diem-Logo und symbolisch geprägte Krypto-Münzen
Diem-Logo und symbolisch geprägte Krypto-Münzen: Die Diem Association will sich bei der Währungszulassung jetzt auf die USA konzentrieren. | Foto: imago images / NurPhoto

Die Diem Association hat ihr in der Schweiz vorangetriebenes Projekt auf Eis gelegt. Das kündigte der Unternehmensverbund jetzt in einer Mitteilung an.

Mit dem Diem (ehemals Libra) wollen die Macher eine privat betriebene Kryptowährung einrichten, in Form eines sogenannten Stablecoins. Dessen Wert hat eine vergleichsweise stabile Grundlage – im Gegensatz etwa zum Bitcoin, dessen Wert nach Angebot und Nachfrage schwankt: Der Diem soll an die Entwicklung des US-Dollars gekoppelt sein. Zunächst hatten die Diem-Macher noch von einem Korb unterschiedlicher Währungen gesprochen, an dem sich die kommende Währung orientieren sollte.

Nicht nur dieser Plan ist mittlerweile vom Tisch. Die Diem-Macher wollen ihr Vorhaben jetzt außerdem auf die USA konzentrieren. Die Pläne, sich bei der schweizerischen Finanzaufsicht Finma eine Lizenz für das Blockchain-basierte Bezahlsystem Diem zu holen, sind vom Tisch. Stattdessen sei man eine strategische Partnerschaft mit der Tochterfirma Diem Networks US und der kalifornischen Bank Silvergate Capital eingegangen. Silvergate soll exklusiver Emittent der kommenden Kryptowährung sein. Bei der Diem Association spricht man von einem „strategischen Schwenk“ von der Schweiz in die USA. Eine Lizenz der schweizerischen Finanzaufsicht sei für die neue Ausrichtung nicht mehr nötig.

Der Kryptocoin Diem soll nach Auskunft seiner Initiatoren einen neuen Weg für „schnelles und kostengünstiges Bezahlen“ bieten. Man wolle die Zusammenarbeit zwischen den Netzwerkteilnehmern fördern und dadurch – so steht es in der Ankündigung – den Wettbewerb stärken. Digitales Zentralbankgeld, etwa einen digitalen US-Dollar, den es möglicherweise in Zukunft geben wird, solle dadurch nicht ersetzt werden. Diem soll laut Medienberichten noch 2021 an den Start gehen.

Zur Diem Association haben sich 26 Partnerunternehmen, vor allem Händler und Bezahlservice-Anbieter, zusammengeschlossen. Treibende Kraft hinter dem Projekt ist der Social-Media-Konzern Facebook.     

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