Die Icahn-Gang: weitere Hedgefonds schnuppern an Apple-Aktie

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Allen voran Carl Icahn, dann George Soros, dann viele andere. Die großen Hedgefonds zeigen sich seit Kurzem sehr interessiert an der Aktie des Hightech-Ästheten Apple. Milliardär Icahn hatte seinen Einstieg in der Nacht zum Mittwoch auf Twitter mitgeteilt. Seitdem legte die Ende 2012 noch ausverkaufte Apple-Aktie um 7 Prozent zu. Die Frist für die Offenlegung der Anteilseigner des Unternehmens läuft mit dem heutigen Donnerstag ab.

Nach Schätzungen von Bloomberg ist Icahn mit rund einer Milliarde US-Dollar bei Apple eingestiegen. Das „Wall Street Journal“ tippt auf 1,5 Milliarden Dollar. George Soros hingegen kaufte zunächst 66.800 Aktien, deren aktueller Kurs bei rund 33 Millionen Dollar liegt. Coatue Management und Viking Global stockten ihre Positionen bei Apple im zweiten Quartal ebenfalls auf. Der Hedgefonds Omega Advisors, der Ende 2012 noch 266.000 Anteile verkauft hatte, stieg mit 31.000 Aktien wieder ein. David Einhorn und sein Greenlight Capital hatten die Kursverluste unterdessen ausgehalten und sind unverändert mit 2,4 Millionen Aktien bei Apple an Bord.

Icahn ist in der Finanzwelt bekannt für sein aggressives Verhalten. Der US-Milliardär steigt häufig mit großen Positionen bei unterbewerteten Unternehmen ein und fordert sie auf, die Interessen der Aktionäre stärker zu vertreten. So pocht er beispielsweise auf höhere Dividenden oder verstärkte Aktienrückkaufprogramme – so geschehen bei Apple, wie „FAZ-Online“ berichtet. Icahn fordert Apple auf, das Rückkaufprogramm von 100 auf 150 Milliarden US-Dollar zu erweitern. Ob Apple seinen Forderungen Folge leistet, ist noch unklar.

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