Stephan Albrech, Vorstand der Albrech & Cie Vermögensverwaltung

Stephan Albrech, Vorstand der Albrech & Cie Vermögensverwaltung

„Die Korrektur ist vorbei“

Vergessen Sie Hellas – die Börsenampel steht auf Grün

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Bleibt Hellas im Euro oder gibt es die Gemeinschaftswährung auf? Diese Frage schien in den vergangenen Wochen lebensentscheidend auch für die Finanzmärkte zu sein. Manche Experten verstiegen sich gar zu der Aussage, es drohe ein „Lehman im Quadrat“, wenn Griechenland scheitert. Nun, das Land ist dank eines weiteren milliardenschweren Kompromisses noch immer im Euro. Klar ist aber auch: Die Probleme, die Hellas in die Intensivstation getrieben haben, sind keineswegs gelöst – und es wäre ein Träumer, wer glaubt, dass das Thema uns nicht mehr beschäftigen wird.

Anleger wollen sich die Finger nicht verbrennen

Was aber dann? Wie werden die Aktienmärkte reagieren, wenn aus der Glut des Hellas-Dauerbrenners erneut Flammen züngeln? Diese Fragen stellen sich viele Anleger und zögern, in den deutschen beziehungsweise europäischen Markt einzusteigen oder aufzustocken. Nicht hinterfragt wird dabei folgender Gedanke: Die Griechenland-Krise hat die Märkte im Frühjahr auf Talfahrt geschickt – und wird es bei der nächsten Gelegenheit wieder tun. Das, liebe Leser, ist höchstens die halbe Wahrheit, wie ich Ihnen darlegen möchte. Und es ist mit der Grund, warum ich Sie ermutigen will, jetzt Aktien zu kaufen.

Hellas war der Auslöser, nicht die Ursache

Griechenland war nicht die Ursache dieser Korrektur! Der Deutsche Aktienindex (Dax) ist von Oktober bis März von 8.400 auf 12.400 Punkte, also um beinahe 50 Prozent gestiegen. Selbst eine solche enorme Rallye muss „Luft holen“ – das heißt: Anleger, die schon früh eingestiegen sind, nehmen Gewinne mit. Gleichzeitig fanden sich nur wenige Interessenten, die auf dem 12.000er-Niveau kaufen wollten. Das Fazit: Der Dax hat von April bis Juli knapp 40 Prozent dieses Anstiegs abgegeben, bis er bei 10.600 Zählern abrupt umkehrte.

Klares Signal: Die Korrektur ist vorbei

Diese Korrektur ist definitiv vorbei! Nachdem das Griechen-Referendum und der Euro-Gipfel die Kurse noch einmal unter Druck setzten, schoss der Dax nach oben und beendete mustergültig eine Korrektur, die Charttechniker unter dem Begriff „Flagge“ fassen. Zudem sind die Umsätze an Tagen, an denen der Index steigt, stärker als an den Verlusttagen. Und: Kleinere Aktien (SDax) und Technologie-Titel (TecDax) haben bereits neue Allzeithochs erreicht; von einem Abwärtsdruck war dort selbst in der Korrektur nicht viel zu spüren. All das sind gute Zeichen, dass der deutsche Aktienmarkt stark ist und auch die größeren „Brüder“ Dax und MDax bald neue Höchststände erreichen werden.

Höhere Gewinne, sinkende Zinsen – was wollen Aktionäre mehr?

Der Euro ist weiter schwach, die Preise für Energie und andere Rohstoffe sind günstig. Beides – so zeigt es die langjährige Erfahrung – wird die Unternehmensgewinne in den nächsten Quartalen höher ausfallen lassen, als es viele Analysten derzeit prognostizieren. Steigen aber die Gewinne, werden Aktien wegen ihrer höheren Erträge wertvoller. Auch sind die immer noch niedrigen Zinsen keine Konkurrenz. Zudem ist es unwahrscheinlich, dass sie weiter steigen, da die Teuerungsrate etwa in Deutschland von 0,7 auf 0,1 Prozent gefallen ist; in der Euro-Zone lag sie bei 0,3 Prozent. Diese Anti-Inflation führt im Gegenteil dazu, dass die langfristigen Zinsen tendenziell nachgeben dürften.

Fazit: Wir haben klare Signale für ein Ende der Korrektur und starke fundamentale Gründe, die für Aktien sprechen. Worauf warten Sie?

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