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Interview mit Maxime Carmignac „Die Kultur von Carmignac passt zum deutschen Sparer“

Maxime Carmignac
Maxime Carmignac: Die Tochter des Firmengründers Édouard Carmignac leitet die Londoner Niederlassung des Unternehmens. | Foto: Carmignac

DAS INVESTMENT: Frau Carmignac, 2011 wurde die deutsche Niederlassung Ihres Unternehmens eröffnet – mit welchem Ziel?

Maxime Carmignac: Deutschland ist einer der größten europäischen Märkte, wenn es um Vermögensverwaltung geht. Wir fanden, dass der Anlagestil von Carmignac und die Einstellung der deutschen Sparer einander entsprechen. Und es gab aus unserer Sicht gute Chancen für eine eigenständige aktive Boutique wie unsere. Deshalb haben wir uns entschlossen, ein Büro zu eröffnen und ein Team im Land aufzubauen.

Wie hat sich die Niederlassung seither entwickelt?

Carmignac: Als wir am 8. Dezember 2011 auf dem deutschen Markt ankamen, hatten unsere drei Flaggschiff-Produkte verschiedene Profile, die nach unserer Einschätzung gut zu den Bedürfnissen deutscher Anleger passten. Im Lauf der Jahre haben wir unser Produktangebot erweitert. Parallel dazu haben wir ein starkes Team von heute neun Finanzprofis aufgebaut, das von Frankfurt aus für Deutschland und Österreich zuständig ist.


Welche Bedeutung hat Deutschland heute für Carmignac?

Carmignac: Wir sind stolz darauf, dass wir es geschafft haben, ein Büro und starke Beziehungen zu unseren Partnern und Kunden aufzubauen. In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Märkte verändert, ebenso Carmignac. Wir haben unsere Fondspalette erweitert, auch dank unserer unternehmerischen Denkweise. Damit haben wir nun sieben Blockbuster-Fonds mit einem Volumen von mehr als einer Milliarde Euro. Und wir sind auch heute noch davon überzeugt, dass der deutsche Markt und die Produkte, die Kultur sowie der Anlagestil von Carmignac gut zueinander passen.

Welche Rolle spielt für Sie das Thema Nachhaltigkeit bei der Geldanlage?

Carmignac: Seit einigen Jahren erweitert Carmignac sein Fondsangebot in Richtung verantwortungsvolles Investieren. Bis Ende dieses Jahres werden 90 Prozent unseres verwalteten Vermögens ökologische und soziale Merkmale in ihren Anlageansatz integrieren, auch als Artikel 8 nach SFDR bezeichnet, oder ein nachhaltiges Anlageziel verfolgen, auch als Artikel 9 nach SFDR bezeichnet. Wir nehmen Nachhaltigkeit ernst – und sind gleichzeitig bescheiden, da wir noch einen langen Weg vor uns haben.

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