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Die Liste Nilsson In diesen 3 Nischen können nachhaltige Fonds besonders viel bewirken

Vater und Sohn bei der Garten­arbeit
Vater und Sohn bei der Garten­arbeit: Landwirtschaft mausert sich zu einem beliebten ESG­-Thema. | Foto: imago images/Westend61

Versicherungen, Versorgungswerke, Sparkassen und andere institutionelle Investoren stehen bei Golding Capital ganz oben auf der Kundenliste. Im Jahr 2020 vertrauten diese dem Asset Manager insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro frisches Kapital an.

Andreas Nilsson verantwortet bei den Münchnern den Bereich Impact Investing. Dieses betrachtet er als „das Wachstumsfeld schlechthin in der professionellen Kapitalanlage“. Und wie so oft sei Diversifizierung die Königsdisziplin, sagt er. Nilsson selbst teilt seine Assets in etwa hälftig: „auf die entwickelten Märkte in Europa und Nordamerika sowie auf Schwellenländer in Asien, Afrika und Lateinamerika“.

Drei Bereiche hat er ausgemacht, in denen nachhaltige Fonds zurzeit einen besonders großen Einfluss nehmen können: 

  • Finanzdienste in den Schwellenländern 
  • Erneuerbare Energien
  • Nachhaltige Agrar-Technologien

Auf diese speziellen Felder können jedoch nicht nur institutionelle Investoren einwirken. Auch für Privatanleger öffnen sich mehr und mehr Türen.

An Punkt 1 der Nilsson-Liste setzt der Mikrofinanz-Experte Invest in Visions an. Aus Sicht von Investment-Chef Carlos de las Salas Vega spielen die kleinen und mittleren Betriebe (SME) eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, menschenwürdige Arbeitsplätze in den Schwellenländern zu schaffen. Der IIV Sustainable SME Debt Fund EM steht zwar nur den institutionellen Investoren offen. Am Sondervermögen IIV Mikrofinanzfonds jedoch können sich sowohl Profis (ISIN: DE000A1H44S3) als auch Private (DE000A1H44T1) beteiligen.

Die Mikrofinanzfonds sollen Finanzinstituten in den Schwellenländern den Rücken stärken, die Darlehen an kleine und mittelständische Unternehmen vergeben. „Dadurch wird ein wichtiger Beitrag zum Nachhaltigkeitsbereich Soziales geleistet“, sagt de las Salas Vega. Und: „Die Finanzierungslücke für SME in den Schwellenländern wird von der International Finance Corporation auf rund 4,5 Billionen US-Dollar geschätzt. Wir helfen dabei, diese Lücke zu schließen und Arbeitsplätze sowie Wirtschaftswachstum zu schaffen.“

Doch wie gelangen de las Salas Vega und sein Team an Banken, die auf den jeweiligen Märkten anerkannt und reguliert sind, die über eine solide finanzielle Basis verfügen und insbesondere SME fördern? „Wir führen eine persönliche Due Diligence durch und prüfen dabei unter anderem die Qualität des Managements, die Unternehmenskultur, die Investitionsrichtlinien und die Nachhaltigkeitsperformance“, erläutert der Anlage-Experte. Und auch bei Invest in Visions muss die Analyse im Anschluss noch von einem Investment-Komitee abgesegnet werden.

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