Es kam wie immer, wenn viele Anleger dasselbe wollen: Die Kurse von Quality-Growth-Aktien stiegen, die Bewertungen auch. Bei Novo Nordisk schnellte das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) auf wahnwitzige 20 und 2015 in der Spitze auf über 30, im Jahr 2009 lag es noch bei. Zum Vergleich: Für den Stoxx Europe

600 zahlte man zur selben Zeit etwa das doppelte des Buchwerts. „In einem Umfeld mit niedrigem Wachstum, niedriger Inflation und fallenden Anleiherenditen neigen Anleger dazu, für das wenige verfügbare Wachstum eine Prämie zu zahlen“, bemerkt Laurence Taylor, Portfoliospezialist für globale Aktien bei T. Rowe Price. Value-Aktienfondsmanager Tom Stubbe Olsen von Nordea bestätigt: „Die Bewertungen stiegen, während Fundamentaldaten der Unternehmen nur die zweite Geige spielten.“ Und Fondsmanager Richard Halle von M&G Investments stellt fest: „Der Abstand zwischen dem billigsten und dem teuersten Marktsegment war Anfang 2016 so groß wie seit der Technologieblase gegen Ende der 90er Jahre nicht mehr.“

Quelle: Bloomberg; Stand: 31 März 2017

Bei Bewertungskennzahlen (dunkelblau) heißt es: je niedriger, desto besser

Bei Wachstumskennzahlen (hellblau) heißt es: je höher, desto besser