Kupferrohre: Der direkte Weg ist bei Rohstoffen <br>nicht immer der beste. Quelle: Fotolia

Kupferrohre: Der direkte Weg ist bei Rohstoffen
nicht immer der beste. Quelle: Fotolia

Die Rohstoff-Profiteure

So einfach, wie es sich Rohstoff- Dauerbulle Jim Rogers manchmal macht, ist es nicht. Rogers behauptet schon seit vielen Jahren, dass die Rohstoffpreise langfristig kräftig weiter steigen werden, weil das Angebot sinkt. Kaum jemand kritisiert, dass er damit aber das volkswirtschaftliche Gesetz von Angebot und Nachfrage quasi aushebeln will. Denn eigentlich ist es so: Ein steigender Preis verdrängt früher oder später Nachfrage, die damit wohl oder übel sinkt. Auch bei Rohstoffen, und auch bei Nahrung.

Oder aber das Angebot steigt mit und hält die Preise stabil, was beispielsweise die Opec und die Bauern dieser Welt Jahrzehnte lang getan haben. Prognosen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO gehen davon aus, dass die Preise für Agrarprodukte real – also nach Inflation – sogar eher zurückgehen. Bei anderen Rohstoffen dürfte das kaum anders sein.

Deutlich zukunftsträchtiger, als auf reine Preissteigerungen von Rohstoffen zu wetten, sind daher Rohstoffaktien. Hier fließt das Geld in Unternehmen, die damit arbeiten. Sie wachsen, weil sie das Angebot zur Nachfrage erweitern – wenn sie es schaffen. Und damit profitieren sie maximal vom Wirtschaftswachstum. Sie erzielen Gewinne und zahlen Dividenden, selbst wenn die Rohstoffpreise mal sinken.

Leider ist die ETF-Branche auf diesem Gebiet bisher nur europaweit unterwegs. Insgesamt sind sechs ETFs auf den Stoxx Europe 600 Basic Resources am Start, die sich qualitativ nicht viel nehmen. Der Günstigste kommt von Comstage (WKN: ETF063, siehe Chart) und kostet 0,25 Prozent im Jahr. Die anderen liegen bei 0,3 Prozent.

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