Meinung und Realität Die schwache Trefferquote des Jim Rogers

Seit Jahren kündigt der mittlerweile 78-jährige Hedgefonds-Manager und Rohstoff-Investor Jim Rogers Crashs an. Crash der Aktien, Crash der Wirtschaft, Crash des Finanzsystems. „Verkaufen Sie alles und rennen Sie um Ihr Leben“, riet er im Oktober 2014. Wer das getan hätte, hätte einiges an Gewinnen verpasst.

Jetzt haben sich die Betreiber des Finanzportals Brokervergleich.de einen Strauß von Rogers-Aussagen genommen und mit der Realität verglichen. Mit dem Resultat, dass Rogers meist falsch lag. „Wir haben seine wichtigsten Statements seit 2010 geprüft und seine Treffsicherheit ist übersichtlich. Eigentlich traf nur eine Prognose wirklich ein – mehr oder weniger“, sagt Portalbetreiber Daniel Franke. Das sei 2015 gewesen, als die Aktienindizes tatsächlich ein Stück nachgaben. Anschließend hätten Anleger aber sechs Jahre Wachstumsmarkt verpasst, so Franke. Die folgende Grafik fasst das Wichtigste zusammen.

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Wobei man sicherlich einräumen, dass Rogers‘ Skepsis gegenüber der Schuldenorgie in den Industrieländern, den Anleihekäufen der Zentralbanken und einigen teils überzogenen Aktienbewertungen nicht ganz unbegründet ist. Nur der zwangsläufige Crash will sich einfach nicht einstellen. Aber vielleicht kommt das ja noch, und Rogers liegt mal richtig.

Mehr Details zu Rogers‘ Aussagen und Ängsten und den Märkten finden Sie auf Brokervergleich.de hier.

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