Die Sprachpanscher der Wall Street

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Bankern kann man nicht über den Weg trauen. Dieses bitterböse Vorurteil bewahrheitet sich derzeit zumindest bei den Chefs amerikanischer Geldhäuser. Der New Yorker Branchendienst Dealbreaker.com hat die dummdreistesten Umschreibungen zusammengestellt, mit denen die Bankbosse die Existenz gefährdenden Probleme ihrer Institute verniedlichen.

Wenn der Chef des US-Versicherers AIG zum Beispiel eine leichte Korrektur ankündigt, kann der Aktienkurs schon einmal um fast die Hälfte einbrechen. Bei Goldman Sachs hieß es dagegen, man werde wohl von einer Flucht in Qualität profitieren können. Das heißt im Klartext: Hedge-Fonds und Co müssen ihre vorherigen Leerverkäufe des Banktitels glattstellen und sich daher nun mit Aktien eindecken. Besonders interessant erscheint rückblickend auch eine Definition von Lehman Brothers. Das Geldhaus bezeichnete sich selbst als ausreichend mit Eigenkapital ausgestattet. Das Verhältnis zu den Schulden betrug lediglich 1:24.