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Marc Schwetlik, Uwe MahrtLesedauer: 5 Minuten

Nachhaltige Versicherungen „Sachwerte schützen vor Inflation und Börsenturbulenzen“

Nachhaltige Immobilie in bester Lage
Nachhaltige Immobilie in bester Lage: Investments in Sachwerte schützen vor Inflation und Turbulenzen an den Kapitalmärkten, meinen Uwe Mahrt und Marc Schwetlik vom Versicherer die Bayerische. | Foto: Kindel Media / Pexels

Sie ist heimtückisch. Sie ist gefräßig. Sie war lange weg. Mit 3,9 Prozent erreichte die Inflation im August ihren Höchststand seit 30 Jahren. Pro Jahr bedeutet das allein in Deutschland einen Kaufkraftverlust von 100 Milliarden Euro. Und es könnte noch schlimmer kommen: Einen Anstieg auf bis zu 5 Prozent befürchtet die Bundesbank in den nächsten Monaten.

Eine Entwicklung, die besonders deutschen Sparern Sorgen bereiten sollte. Denn ihre Ersparnisse horten Bundesbürger nach wie vor in Massen auf Sparbuch und Girokonto – etwa 2,6 Billionen (WELT, 31.08.2021) bis zum heutigen Tag. Geld das dort der Entwertung schutzlos ausgeliefert ist. Mit geeigneten Sachwert-Investitionen verpassen Anleger ihrem Geld ein Schutzschild.

„Nicht alle Eier in einen Korb“

Sachwerte sind der beste Inflationsschutz – besonders solche, die parallel zur Inflation Ertragssteigerungen verzeichnen. Eine Botschaft, die längst noch nicht bei allen Sparern angekommen ist. Doch spätestens seitdem auch dem Letzten klar wurde, dass Null- und Negativzinsen ebenso zum „New Normal“ gehören, wie Karl Lauterbachs Warnungen zur aktuellen Pandemie-Lage, setzte der Kulturwandel ein. Gerade die einfach zu bedienenden Neo-Broker erleben einen echten Nutzer-Ansturm.

In der Tat sehen wir Aktien und insbesondere Exchange Traded Funds (ETFs) als wichtigen Baustein einer inflationsresistenten Anlagestrategie. Gerade weltweit breit gestreute Indizes wie der MSCI World sind aussichtsreiche Kandidaten, um vom Wiedererstarken der globalen Wirtschaft nach der Pandemie zu profitieren.

Grafik: Destatis

Doch genauso wie der vorausschauende Bauer nicht alle Eier in einen Korb legt, sollten auch Anleger nicht exklusiv auf die Aktienanlage setzen. Da wäre zum Beispiel das Gold. In Zeiten des Crypto-Hypes sicherlich nicht der letzte Schrei, aber nach wie vor eine Bank, um sich vor realen Wertverlusten zu schützen. Auch die kleine Bitcoin-Position im Depot kann für spekulativ gesinnte Anleger durchaus Sinn machen.

Doch auch weitere Anlageklassen sind wie gemacht, damit gerade sicherheitsorientierte Anleger dem Inflationsgespenst ein Schnippchen schlagen. Eine Chance in der Beratung, die Vermittler heute noch zu selten ergreifen.

Sachwertanlage einmal anders 

Gerade in Zeiten erhöhter Inflation rütteln schlechte News und Gegenmaßnahmen der Notenbanken die Aktienmärkte immer wieder kräftig durch. Schon die vorsichtigsten Prognosen über ein Ende der Geldschwemme schicken die Börsen auf Talfahrt. Ganz zu schweigen von den unwägbaren Irrungen und Wirrungen der Corona-Pandemie. Nicht alle Sachwerte sind hiervon gleichermaßen betroffen.

Immobilien sind so ein Wert. Das Problem: Viele Menschen befassen sich mit dieser Anlageklasse erst gar nicht, da sie überzeugt sind, sich Wohneigentum ohnehin nicht leisten zu können. Zur kurz gedacht, denn auch jenseits von Aktienbeteiligungen an großen Wohnbaugesellschaften gibt es Wege, direkt an der Wertentwicklung vielversprechender Wohnimmobilien teilzuhaben.

Zukunftsbereich nachhaltige Immobilien

In Kürze sogar im Zukunftsbereich nachhaltiger Immobilien: Die nachhaltige Marke Pangaea Life der Versicherungsgruppe die Bayerische legt aktuell beispielsweise einen eigenen Sachwerte-Fonds auf, über den Kunden direkt in konkrete nachhaltige Immobilien in Premium-Lagen investieren können. Neben Schutz und Wertsteigerung ihres Ersparten, leisten sie damit einen effektiven Beitrag für die Zukunft umwelt- und sozialfreundlicher Städte.

Das Besondere: Dank des Versicherungsmantels ist diese sonst nur institutionellen Anlegern vorbehaltene Form des alternativen Investments beinahe so flexibel wie ein Aktiensparplan. In vergleichbaren geschlossenen Fonds kommen Kunden dagegen oft jahre- oder jahrzehntelang nicht an ihr Geld.

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