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Die teuerste Bank-Aktie der Welt

Die Aktie der indischen HDFC Bank könnte weitere Luft nach oben haben

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Internationale Investoren sind der Aktie gegenüber derart positiv eingestellt, dass sie dazu bereit sind, einen Rekord- Aufschlag von 20 Prozent für die Papiere zu zahlen - verglichen mit dem lokalen Kurs - um sich einige der Aktien zu sichern, die für Ausländer verfügbar sind. Broker-Analysten haben indes so viele Kauf-Ratings für die Aktie wie in 14 Jahren nicht.

Einige Skeptiker sagen, die Papiere sind inzwischen zu teuer geworden. IDBI Capital Market Services, die die genauesten Prognosen zur Entwicklung des HDFC-Kurses in den vergangenen zwölf Monaten abgegeben hat, meint indes, dass die Bewertung noch steigen könnte.

HDFC Bank hat seit 1998 ein jährliches Gewinnwachstum von mindestens 20 Prozent in jedem einzelnen Jahr berichtet. Auf ein solches Ergebnis kommt keine andere der 200 größten Banken. Analysten glauben, dass das Unternehmen dieses Tempo mindestens bis März 2017 beibehalten wird. Die Bank dürfte nicht zuletzt auch von den Bemühungen von Regierungschef Narendra Modi profitieren, Asiens drittgrößte Volkswirtschaft zu beleben.

„Ausländer wollen das Allerbeste. Und sie lassen sich von Bewertungen nicht beirren, wenn das Buch attraktiv ist“, sagt Analyst Jignesh Shial von IDBI, der bei der Aktie zum Kauf rät, in einem Interview mit Bloomberg. „Ein jährliches Gewinnwachstum von 30 bis 35 Prozent in den nächsten drei Jahren ist möglich. Falls die Gewinne im diesem Tempo steigen, gibt es Raum für einen Anstieg der Bewertungen.“

Ausländische Investoren können die Aktien der Bank nicht auf dem freien Markt kaufen, weil die Besitz-Obergrenze des Landes von 49 Prozent bereits erreicht wurde. Deshalb müssen sie auf Indiens Auslands-Segment ausweichen, auf dem ausländische Anleger nach dem Limit noch aktiv sein können. Dort wurde die Aktie am 8. April dieses Jahres mit einem Rekord-Aufschlag von 20,7 Prozent gehandelt.

„Aktien, die ein überzeugendes Wachstums-Profil und eine gute Unternehmenspolitik haben, werden mit einem Aufschlag gehandelt. Und HDFC Bank gehört in diese Kategorie”, erklärt Jonathan Schiessl, Chef für Aktien bei Ashburton Investments. Seinen Worten zufolge besitzt sein Unternehmen Aktien an Housing Development Finance Corp., Indiens größter Hypotheken- Bank und Mutter von HDFC.

Supreeth Shankarghal, Director beim Hedgefonds QF Assets, mahnt hingegen zur Vorsicht. Er glaubt, dass sich die Kursentwicklung wahrscheinlich abflachen wird, nachdem sich die Bewertungen erhöht haben. Die Bank ist mehr als viermal so teuer wie der Bloomberg World Banks Index - nahezu die größte Differenz seit Beginn der Berechnungen.

„Man sollte keine HDFC-Aktien kaufen, wenn man nicht für lange Zeit an Bord bleiben wird“, meint Shankarghal. „Die Aktie ist teuer. Es könnte daher für eine gewisse Zeit zu einer Konsolidierung kommen.“

U.R. Bhat, Director bei der indischen Sparte der britischen Dalton Strategic Partnership, gibt derweil zu bedenken: „Ausländer haben einen nicht enden wollenden Appetit auf Aktien wie die von HDFC, die nachhaltiges langfristiges Wachstum liefern und saubere Bücher haben.“ Das Unternehmen sei die „perfekte Abbildung“ des indischen Wachstums.

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