Seit 1990 sind die Preise für Eigen­tumswohnungen in Deutschland um 3 Prozent und die für Reihenhäuser um 2,8 Prozent pro Jahr gestiegen. Die Mieten legten um 2,1 Prozent im Erstbezug und um 2,7 Prozent im Bestand zu. Das klingt doch eher nach einem etwas großzügigen Inflationsausgleich als nach Überhitzung oder Blase. Diese Zahlen des Analyseun­ternehmens Bulwiengesa sind allerdings langfristige Durchschnitte. Es fließen alle Regionen in die Betrachtung ein, nicht nur die gehypten Metropolen. Und es ist ein Zeitraum von 30 Jahren, in dem nach einem kurzen Aufschwung in den frühen 90ern nach der Wende der Wohn­immobilienmarkt lange Zeit mehr oder weniger vor sich hin dümpelte und für große Investoren von wenig Interesse war.