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Multi-Asset-Expertin von Alliance Bernstein Die Zeichen stehen auf Wachstum

Container-Riese im Hamburger Hafen
Container-Riese im Hamburger Hafen: Die Corona-Krise hat globale Lieferketten unterbrochen. | Foto: Imago Images / Markus Tischler

Die Delta-Variante des Corona-Virus hat zu Unterbrechungen in den Lieferketten und bei der Einsatzfähigkeit von Arbeitskräften geführt, was bedeutet, dass Inflationssorgen weiterhin im Blickpunkt stehen. Es stellt sich die Frage, ob diese Entwicklung nur vorübergehend ist, oder ob sie von längerer Dauer sein wird – und was dies letztlich für die Geldpolitik und die Finanzmärkte bedeutet. Anleger sollten sich daher für die anstehende Expansion wappnen, aber gleichzeitig darüber nachdenken, was auf dem nun vor uns liegenden Weg zu beachten ist.

Die wirtschaftliche Lage normalisiert sich, doch Risiken bleiben

Die Rahmenbedingungen sind insgesamt nach wie vor vielversprechend. Das Wirtschaftswachstum vermittelt weiterhin einen robusten Eindruck, denn die Einführung von Impfstoffen hat zusammen mit den auf globaler Ebene fortgesetzten geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen dazu geführt, dass die Weltwirtschaft wieder in Fahrt gekommen ist. Und da wir weiter auf diesem Weg fortschreiten, überrascht es nicht, dass Wachstum und ökonomische Aktivität zwar immer noch überdurchschnittlich hoch sind, sich aber allmählich normalisieren. Wir gehen davon aus, dass die aufgestaute Nachfrage von Konsumenten und Unternehmen das Wachstum weiter unterstützen wird, während sich die Volkswirtschaften zunehmend wieder öffnen und die Erwartungen an die Unternehmensgewinne weiter nach oben korrigiert werden. Dies deutet darauf hin, dass die Corona-Pandemie kaum langfristigen wirtschaftlichen Schaden nach sich ziehen wird.

Aber auch mit Blick auf die Zukunft gibt es einige Risiken: Der Inflationsdruck, der durch die Pandemie sowohl auf der Nachfrage- als auch auf der Angebotsseite entstanden ist, erweist sich nicht als so vorübergehend, wie es zunächst den Anschein hatte. Der Preisauftrieb ist zwar nicht übermäßig hoch, liegt aber in vielen Ländern über dem Durchschnitt und steigt weiter an. Obwohl dieser Druck in vielen Fällen bald nachlassen sollte, haben wir diese Phase gegenwärtig noch nicht erreicht.

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