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Multi-Asset-Expertin von Alliance Bernstein Die Zeichen stehen auf Wachstum

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Die Volatilität könnte steigen

In unserem Basis-Szenario gehen wir derzeit unverändert davon aus, dass die geldpolitischen Impulse in den kommenden Jahren langsam zurückgeführt werden. Doch sollten die Unterbrechungen der Lieferketten anhalten oder die Rückkehr zur Normalität an den Arbeitsmärkten länger auf sich warten lassen, könnte dies die geldpolitischen Aussichten eintrüben und für steigende Volatilität an den Märkten sorgen. Während die Bedenken im Zusammenhang mit Covid-19 aufgrund der zunehmenden Durchimpfungsrate nachgelassen haben, hat die Delta-Variante gezeigt, dass die Pandemie noch nicht überwunden ist, so dass die Unsicherheit infolge des Corona-Virus weiterhin besteht.

Gute Aussichten für Risikoanlagen

Wir sind der Meinung, dass sich Anleger auf eine Expansion einstellen sollten, die durch ein starkes, aber sich allmählich abschwächendes Wachstum und niedrige, aber gleichzeitig ansteigende Zinsen gekennzeichnet ist. Diese expansive Phase des Zyklus ist in der Regel positiv für Risikoanlagen – insbesondere für Aktien und weniger für Unternehmensanleihen – obwohl die Bewertungen nach einer ungewöhnlich starken Erholung auf breiter Front bereits jetzt ambitioniert erscheinen. Wir erwarten eine allmähliche Normalisierung der Geldpolitik, zumindest solange es zu keinen großen Überraschungen bei der Inflation kommt, verbunden mit steigenden Anleiherenditen, was die Duration in den Hintergrund treten lässt.

Zudem sind wir davon überzeugt, dass Maßnahmen zum Schutz von Portfolios eine Teamleistung sein müssen. Angesichts steigender Zinsen sollten Anleger bei ihren Anleiheallokationen flexibel sein und bei der Duration zum Teil Anpassungen einplanen. Gleichzeitig sollten sie auch nach zusätzlichen Diversifizierungsquellen wie risikoärmeren oder defensiveren Aktien suchen.

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