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Auch das zweite Quartal hat für den deutschen Fondsboutiquenmarkt keine Erholung gebracht: Stattdessen hat sich der seit Jahresauftakt sichtbare Strukturbruch an einer Stelle sogar noch verschärft – liefert an anderer Stelle aber zumindest eine überraschende Gegenbewegung. Das geht aus der aktuellen Auswertung von Pro Boutiquenfonds hervor, für die das Beratungshaus vierteljährlich deutsche Boutiquenfonds untersucht. Demnach ist das Gesamtfondsvolumen zwar auf 166,7 Milliarden Euro geklettert – de facto mussten die Boutiquenfonds aber weiterhin Netto-Mittelabflüsse verzeichnen. Der Zuwachs ist, wie schon in den Vorjahren, allein der guten Marktperformance zu verdanken.
Weiterhin besonders von Mittelabflüssen betroffen sind dabei Mischfonds: Minus 2,6 Milliarden Euro im zweiten Quartal gegenüber minus 2 Milliarden Euro im ersten. Bei Aktienfonds hingegen, die zweiten großen Verlierer des Jahresauftakts, gab es hingegen eine leichte Entspannung – allerdings bleibt es trotzdem bei Abflüssen in Höhe von minus 0,2 Milliarden Euro im zweiten Quartal.
Eine Überraschung boten hingegen alternative Strategien und Anleihenfonds. Diese hatten im zweiten Quartal Zuflüsse von 0,4 Milliarden (Alternatives) beziehungsweise 0,17 Milliarden Euro (Anleihen). Getragen wird diese Entwicklung besonders von optionsbasierten Konzepten.
Top-10-Fonds wieder rückläufiges Volumen
Das Gesamtvolumen der Top Ten ist im ersten Quartal auf 57,3 Milliarden Euro gesunken, nach 57,5 Milliarden Euro im Vorquartal.
An der Spitze der Fonds mit dem größten Volumen stehen zwar weiterhin die beiden Flaggschifffonds von Flossbach von Storch. Allerdings mussten beide deutliche Verluste hinnehmen. So hat der Multiple Opportunities (ISIN: LU0323578657) weitere 0,9 Milliarden Euro verloren (von 21,1 auf 20,2 Milliarden Euro), der Multiple Opportunities II (ISIN: LU0952573482) ist jetzt „nur“ noch 7,6 Milliarden Euro groß (zuvor 8,4 Milliarden Euro).
Der Acatis Value Event (ISIN: DE000A0X7541) ist mittlerweile noch einen Platz tiefer auf die sechste Position abgesunken. Der Best Global Concept (ISIN: LU0173001644) konnte mit 6,6 Milliarden Euro den dritten Platz behalten. Auf Platz 4 liegt der DJE Zins & Dividende (ISIN: LU05531647319) mit 4,8 Milliarden Euro.
Diese Boutiquenfonds sammelten das meiste Geld ein
Trotz der Zurückhaltung der Anleger gab es auch in diesem Quartal Fonds, die profitiert haben und Gelder für sich gewinnen konnten. Unter den Top Ten nach Mittelzuflüssen dominieren aktiennahe und thematische Strategien. Insgesamt konnten die zehn erfolgreichsten Fonds seit Jahresbeginn 2,1 Milliarden Euro einsammeln.
Welche Boutiquenfonds seit Jahresbeginn 2026 das meiste Geld einsammeln konnten, zeigen wir auf den folgenden Seiten.
Platz 10: Feri Systematic Global Equity
Mittelaufkommen 01.01.2026 - 31.06.2026: 102,0 Millionen Euro
- Sektor: Aktienfonds All Cap Welt
- Auflegung: 16.10.2023
- Fondsgesellschaft: Feri (Luxembourg)
- ISIN: LU2669794872
- Performance YTD: 13,03%
- Performance 1 Jahr: 26,62%
- Performance 3 Jahre: -
- Performance 5 Jahre: -
- Performance 10 Jahre: -
- TER: 0,30%

