Insgesamt 3 Milliarden Euro – diese Summe konnten die Top-10-Fondsboutiquen im Jahr 2024 an Zuflüssen verzeichnen, wie die Beratungsgesellschaft Pro Boutiquenfonds ermittelt hat. Der Spitzenreiter ist dabei ein alter Bekannter, der den Vorsprung zu seinen Verfolgern noch weiter ausbauen konnte. Drei Anbieter sind zudem neu in den Top Ten. „Diese Neuzugänge zeigen, dass auch kleinere und spezialisierte Boutiquen in der Lage sind, im Markt Fuß zu fassen und Anleger zu überzeugen“, heißt es in der Analyse, für die das Beratungshaus vierteljährlich deutsche Boutiquenfonds untersucht.

Die Gesamtsituation ist für Fondsboutiquen jedoch weiterhin herausfordernd: Insgesamt mussten kleinere Fondsanbieter 2024 Abflüsse von 5,7 Milliarden Euro hinnehmen. „Auch das letzte Quartal dieses insgesamt freundlichen Kapitalmarktjahres bringt keine Wende beim Mittelaufkommen für Fondsboutiquen“, so Pro Boutiquenfonds. So flossen allein zwischen Oktober und Dezember des vergangenen Jahres 0,9 Milliarden Euro ab.

 

Auch das Vorjahr war mit einem Minus von 5,2 Milliarden Euro bereits enttäuschend verlaufen. Hauptgrund für die schlechte Bilanz sind laut Pro Boutiquenfonds erneut Mischfonds, die Mittelabflüsse von 5,2 Milliarden Euro verzeichneten. Auch bei Aktienfonds ist die Jahresbilanz mit -1,9 Milliarden Euro negativ.

Anleihefonds und alternative Strategien sind Gewinner des Jahres

Gewinner des vergangenen Jahres sind alternative und konservative Anlagestrategien. Anleihefonds flossen 957 Millionen Euro zu – insbesondere flexible und global ausgerichtete Rentenfonds waren beliebt. Alternative Strategien, die 2023 noch Abflüsse verkraften musste, sammelten im vergangenen Jahr 731 Millionen Euro ein. Anleger setzten laut Auswertung dabei vor allem auf den Bereich „Optionen“, um ihre Portfolios gegen Marktschwankungen abzusichern.

Zum Jahresende lag das Gesamtfondsvolumen der Boutiquenfonds bei 155,6 Milliarden Euro – etwas weniger als im dritten Quartal (155,8 Milliarden Euro). Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Gesamtvolumen um 6,2 Milliarden Euro. Vor allem die Top Ten trugen dabei zur Stabilisierung des Marktes bei, so die Analyse von Pro Boutiquenfonds.

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