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in AnalysenLesedauer: 9 Minuten

Besser als Dahoam? Diese Asien-Spezialitätenfonds bieten jetzt interessante Chancen

Japanerinnen auf dem Oktoberfest
Japanerinnen auf dem Oktoberfest: Ohne Home Bias macht es mehr Spaß. | Foto: Imago Images / AFLO

Ein altbekanntes Phänomen: Selbst Profis legen übermäßig große Teile ihres Kapitals am Heimatmarkt an und erzielen dadurch geringere Renditen als möglich. Dieser sogenannte Home Bias herrscht trotz der erheblichen Nachteile immer noch vor, wie eine aktuelle Studie der Frankfurt School of Finance and Management bestätigt: „Das deutliche Übergewicht von deutschen und europäischen Aktien führt zu ineffizienten Portfolios“, sagt Olaf Stotz, Professor für Asset Management und Pension Economics:. Und: „Der Home Bias kostet die Investoren nicht nur Rendite, sondern erhöht auch noch die Risiken.“

Deshalb blicken wir nun einmal ganz genau nach Asien. Dort tummeln sich so einige Spezialitätenfonds, die es bislang nur selten auf Seite eins der Google-Suche schaffen. Und die Stimmung dort ist teilweise besser als im krisengeplagten Europa. Peter Ball, Geschäftsführer der Europa-Einheit von Nomura Asset Management, erwartet beispielsweise, dass sowohl die Wirtschaft in Asien als auch die Gewinne dortiger Unternehmen in diesem und im nächsten Jahr höher sein werden als in den Industrieländern: „Auch der Inflationsdruck ist geringer als in anderen Regionen der Welt.“ Und das trotz des steigenden Ölpreises.

Der Aktienfonds Asia High Conviction (ISIN: IE00BBT37V62) aus seinem Haus bringt es auf fünf Morningstar-Sterne. Wie der Name bereits erahnen lässt, legen die Fondsmanager ihren Schwerpunkt auf eine relativ kleine Auswahl. Aktuell sind es maximal 35 Aktien. „Wenn wir von einer Aktie nicht überzeugt sind, investieren wir auch nicht in sie“, sagt Ball. Zu den Top-Positionen gehören Tech-Titel, etwa Infosys, Tencent und Taiwan Semiconductor.

Aber Nomura steht mit diesem Ansatz nicht allein. Tech-Fonds, die insbesondere auf einen Siegeszug der Online-Händler und Digital-Dienstleister setzen, gibt es auch in Asien zuhauf. Ein passiver Ansatz bringt dabei wenig. Schließlich setzen zahlreiche Schwellenländer-ETFs zumeist auf die gleichen Konzerne, die auch im MSCI Emerging Markets Index hoch gewichtet sind. Einzigartiges finden nischenorientierte Asien-Fans hier kaum.

Großes und Kleines aus Japan

Quelle Fondsdaten: FWW 2022

Beim Nordasia.com (DE0009792176) von Amundi gibt es zwar auch ein paar Index-Überschneidungen. Aber das große Gewicht des Fonds auf Japan mildert das ab. Knapp 32 Prozent des Fondsvermögens legt Portfoliomanager Manuele Moi in japanische Aktien an.

In den vergangenen zwölf Monaten lief es nicht gut für den Nordasia.com: minus 18,7 Prozent. Der Japan-Fokus jedoch könnte künftig entscheidende Pluspunkte bringen. Insbesondere in den USA sorgt die Zinswende für Unruhe. Die dortigen Tech-Werte stehen an der Börse stärker unter Druck. Seit Mai 2021 verlor die Branche im Schnitt 6,9 Prozent, während Tech-Aktien aus Japan um 3 Prozent kletterten. Laut S&P erwarten die Analysten für 2022 ein jährliches Gewinnwachstum von durchschnittlich 22 Prozent, was über dem Vorjahreswert liegen würde.

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