Mit dem Kursrutsch im Spätherbst hat Bitcoin einen Teil seiner vorherigen Dynamik wieder abgegeben – und pendelt Anfang Januar weiterhin in einem nervösen Marktumfeld. Was sich dabei aber kaum verändert hat: Immer mehr börsennotierte Unternehmen nutzen Bitcoin als strategische Bilanzposition – teils als „Treasury-Asset“, teils als operatives Working Capital (vor allem im Mining), teils als Mischform aus Liquiditätsreserve und Geschäftsmodell.

Was 2020 mit Microstrategy (heute: Strategy) begann, ist 2025/26 endgültig ein eigener Unternehmens-Kosmos: Mining-Konzerne, Krypto-Börsen, neue „Bitcoin-first“-Vehikel und sogar Firmen mit völlig anderer Historie halten teils beträchtliche Reserven – und werden damit selbst zu Akteuren im Marktgeschehen.

Das folgende Ranking zeigt die 15 größten Public Corporate Bitcoin Treasuries (Stichtag: 8. Januar 2026). Zusammen kommen diese Unternehmen auf 966.303 BTC. Beim von BitcoinTreasuries ausgewiesenen Bitcoin-Preis von rund 90.977 US-Dollar entspricht das einem Gegenwert von rund 87,9 Milliarden US-Dollar.

Drei Entwicklungen stechen heraus: 

  • die klare Dominanz US-amerikanischer Firmen,
  • das sichtbare Gewicht asiatischer Player (allen voran Japan mit Metaplanet – und inzwischen auch China mit Cango) und
  • die weiter beschleunigte „Treasury-Akkumulation“ seit 2024, auch wenn einzelne Miner in der Schwächephase wieder stärker verkaufen, um Expansion und Betrieb zu finanzieren (siehe Riot).

Platz 15: Cango

Bitcoin-Bestand: 7.528 BTC
Gegenwert: etwa 685 Mio. US-Dollar

Webseite von Cango
Webseite von Cango | Bildquelle: Cango

Cango ist der neue Name am unteren Ende der Top 15 – und ein gutes Beispiel dafür, wie schnell sich diese Rangliste verschieben kann. Das Unternehmen (ursprünglich aus dem Automotive-/Plattformgeschäft kommend) taucht inzwischen als relevanter Treasury-Holder auf und meldete Ende Dezember einen Bestand von gut 7.528 BTC.