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Versicherungsvertrieb

Diese Policen stehen jetzt auf der Kippe

Die allgemeine Verbraucherstimmung bleibt auch ein halbes jahr nach Beginn der Corona-Krise angeschlagen. Das zeigt der aktuelle Trendmonitor Kundenbindung des Marktforschungsinstituts Nordlight Research. Einen Schwerpunkt bilden hier die Absichten zur Kündigung beziehungsweise Abschluss von Versicherungen. Teilgenommen haben an der Umfrage mehr als 1.500 Verbraucher im Alter zwischen 18 und 70 Jahren.

Demnach hat fast jeder vierte Bundesbürger (24 Prozent) eigenen Angaben zufolge derzeit weniger Geld zur Verfügung als vor der Corona-Pandemie. Zugleich zeigen sich viele Verbraucher sparsamer als vor der Krise (21 Prozent). Für Unternehmen mit vertragsbasierten Geschäftsmodellen wie die Versicherer bedeutet dies: Die Gefahr von Kündigungen, Vertragswechseln oder Zahlungsausfällen nimmt zu.

Berufsunfähigkeitsversicherung auf dem Prüfstand

Potenziell kündigungsgefährdet sind durch die Corona-Krise aktuell insgesamt 13 Prozent der bestehenden Versicherungsverträge. Die meisten Kündigungen oder Änderungen planen die Verbraucher der Studie zufolge in den Sparten Reiserücktritt und Kfz. Aber auch die Berufsunfähigkeitsversicherung stehe für viele Kunden auf dem Prüfstand. Sie suchen nach günstigeren Tarifen beziehungsweise besseren Angeboten.

Dennoch wollen die Deutschen aktuell deutlich stärker beim Ausgehen, Reisen oder dem allgemeinen Konsum sparen als bei laufenden Verträgen. Zudem ist das Potenzial für Neuabschlüsse von Versicherungen den Studienautoren zufolge zwar eingeschränkt, aber keinesfalls zum Erliegen gekommen. In der Assekuranz herrsche das größte Potenzial Neuabschlüsse aktuell in der Sparte Rechtsschutz.

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