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Aktiver Ansatz aus Überzeugung

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Aktualisiert am 03.01.2022 - 10:41 UhrLesedauer: 3 Minuten
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Inflation, Zinsen, Energiepreise Diese Themen sollten Aktienanleger 2022 im Auge behalten

Hongkonger Hafen
Hongkonger Hafen: Die Störungen in den Lieferketten dürften sich nicht von heute auf morgen auflösen, Besserung ist 2022 aber in Sicht. | Foto: Imago Images / YAY Images
Melda Mergen, CTI

Das Coronavirus hält sich hartnäckig und dürfte auch im kommenden Jahr Konjunktur und Kapitalmärkte beeinflussen. Neue Therapien zur Vorbeugung schwerer Erkrankungen sind vielversprechend. Wir sollten aber davon ausgehen, dass Covid-19 weiterhin ein großes Thema sein wird. Bei der Aktienanalyse gilt es daher zu bewerten, was mögliche langfristige Folgen der Pandemie für ein Unternehmen bedeuten.

Ein weiterer wichtiger Aspekt für das Jahr 2022: Wir gehen davon aus, dass zyklische Werte in der ersten Jahreshälfte überdurchschnittlich gut abschneiden werden, vor allem aufgrund des anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwungs und des relativ hohen BIP-Wachstums.

Besserung bei den Lieferketten in Sicht

Die Pandemie legte weltweit Fabriken lahm und war damit die unmittelbare Ursache für die Unterbrechung der Lieferketten. Vor allem für Industrien mit „Just-in-Time“-Produktion waren die Schließungen eine große Herausforderung. Wir gehen davon aus, dass sich die Situation im Laufe des Jahres 2022 verbessern wird. Es gibt aber immer noch einen erheblichen Rückstand aufzuarbeiten und große Unterschiede beim Zugang der Unternehmen zu Vorprodukten sowie den Möglichkeiten, die höheren Kosten an die Verbraucher weiterzugeben.

Die Probleme bei den Lieferketten haben viele Experten zur Spekulation veranlasst, die Produktion werde von China weg verlagert oder Güter werden sogar wieder verstärkt im jeweils eigenen Land hergestellt. Doch dass die für einen solchen radikalen Wandel notwendigen Investitionen tatsächlich getätigt werden, ist unwahrscheinlich. Was sich vermutlich ändern wird, ist die Lagerhaltung der Unternehmen. Die Konzentration auf diesen Faktor sowie die Preissetzungsmacht gewinnt im Rahmen der Fundamentalanalyse daher an Bedeutung. Es wird klare Gewinner und Verlierer geben. Ein aktives Vorgehen scheint daher vielversprechend, insbesondere im Zusammenhang mit den Chancen in der ersten Jahreshälfte im Bereich Zykliker.

Höhere Zinsen, niedrigere Bewertungen?

In der Vergangenheit waren höhere Zinssätze mit niedrigeren Aktienbewertungen verbunden – das könnte auch im Jahr 2022 drohen. Es ist also wichtig zu wissen, wofür man bezahlt. Für Anleger, deren Value-Engagement unter ihrer strategischen Allokation liegt, könnte das Jahr 2022 ein gutes Umfeld bieten, um diese Allokation zu erhöhen.

US-Aktien relativ hoch bewertet

Aktien sind in den meisten Regionen teuer. Relativ gesehen sind die Bewertungskennzahlen in Europa und den Schwellenländern jedoch attraktiver als in den USA. Die Schlagzeilen rund um China und der Inflationsdruck können bei Schwellenländerinvestoren die Sorgenfalten auf die Stirn treiben. Eine strategische Allokation ist jedoch nach wie vor sinnvoll, solange sie der Risikotoleranz entspricht.

Das Interesse der Anleger an verantwortungsvollen Investitionen hat in den vergangenen Jahren zugenommen – ein Trend, der sich 2022 noch verstärken wird. Umweltprobleme wie die Klimaerwärmung, Wasserknappheit oder Waldbrände stellen Risiken für Unternehmen dar. Deren Berücksichtigung im Rahmen des fundamentalen Research-Prozesses kann dazu beitragen, bestimmte Portfoliorisiken zu mindern.

Es könnte holprig werden am Aktienmarkt

Für 2022 erwarten wir Unsicherheiten insbesondere in Bezug auf Inflation, Zinsen und Energiepreise. Wir sehen keinen Katalysator für einen großen Markteinbruch. Das bedeutet aber nicht, dass die Aktienmärkte bis Jahresende ohne Probleme einen höheren Stand als zu Beginn des Jahres erreichen werden. Aufgrund der potenziellen Belastungsfaktoren rechnen wir mit einer größeren Streuung zwischen Gewinnern und Verlierern. Die wachstumsstärksten Aktien werden bei steigenden Zinsen wahrscheinlich größeren Schwankungen ausgesetzt sein. Anleger sollten aus unserer Sicht selektiv vorgehen.

Hinweis: Diese News ist eine Mitteilung des Unternehmens und wurde redaktionell nur leicht bearbeitet.
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