Lebensversicherung Diese Versicherer schaffen die 100-Prozent-Garantie (nicht) ab

Allianz: Garantien auf 60 bis 90 Prozent abgesenkt

Allianz: Garantien auf 60 bis 90 Prozent abgesenkt | © Allianz

Hauptgebäude der Allianz in München: Der Versicherer hat die 100-Prozent-Garantien als erster abgeschafft. © Allianz

DAS INVESTMENT: Die Allianz hat die Garantien für alle Produkte im Neugeschäft auf 60 bis 90 Prozent abgesenkt, für die sie nicht gesetzlich vorgeschrieben sind. Wie kommt dieser Schritt bei den Kunden an?

Allianz-Sprecher: Wir hatten im Vorfeld der Entscheidung für die Neuerungen unsere Kunden befragt. Die Ergebnisse waren eindeutig: Zwei Drittel der Kunden setzen auf angepasste Garantien und nicht mehr auf eine Beitragsgarantie von 100 Prozent. Ohnehin gaben ebenfalls zwei Drittel der Befragten an, dass sich ihre Einstellung zum Sparen durch die Niedrigzinssituation verändert hat.

Die Neuerungen werden von unseren Kunden und im Vertrieb sehr gut angenommen. Dabei liegt ein deutlicher Fokus auf kapitalmarktnahen Produkten und auf Risikoabsicherung. So machen kapitalmarktnahe Produkte schon über ein Drittel des Neugeschäfts aus und zwar in der Breite – in der betrieblichen Altersversorgung und in der privaten Vorsorge.

Versicherer wie Allianz, R+V, Alte Leipziger und Ergo haben die Garantien für alle Produkte auf 60 bis 90 Prozent abgesenkt, für die sie nicht gesetzlich vorgeschrieben sind. Ziehen andere Gesellschaften bald nach? Und wie sehen sie die Zukunft der 100-Prozent-Beitragsgarantie in der Lebensversicherung allegemein?

DAS INVESTMENT hat elf Versicherer dazu befragt. Das Ergebnis: Es gibt viele gute Gründe sowohl für als auch gegen die 100-Prozent-Beitragsgarantie. Welche das sind und was die einzelnen Gesellschaften planen.

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