Finanzmarkt-Profis über die EZB-Maßnahmen „Diese Zahlen verlieren allmählich ihre Wirkung“
Viel hängt nun davon ab, wie es mit der Entwicklung der Pandemie weitergeht. Die Freude über den Beginn der ersten Covid-19-Impfungen in Großbritannien ist groß, auch wenn sie durch die Nachricht, dass einige Empfänger einen leichten anaphylaktischen Schock erlitten haben, etwas gedämpft wird: Eine Erinnerung daran, dass die Welt von wirksamen Impfstoffen abhängig ist. Daher kann jede schlechte Nachricht ein Auslöser für Besorgnis sein.
Aus Sicht der Finanzmärkte scheinen schlechte Nachrichten und enttäuschende Daten jedoch nur die Argumente für weitere politische Stimulierungsmaßnahmen zu untermauern. Da die Zentralbanken ihre Ankäufe von Anlagen in naher Zukunft ausweiten werden, und zugleich die finanzielle Repression anhält, ist absehbar, dass auch zukünftig viel Geld in risikoreiche Vermögenswerte fließen wird.
Wir sind daher weiterhin der Meinung, dass die breite Rückendeckung durch Geld- und Fiskalpolitik, im Verbund mit der Hoffnung der Marktteilnehmer auf eine globale Konjunkturbelebung, Risikoanlagen auf dem Weg ins Jahr 2021 stützen kann.

