Digitale Revolution Wie drei Innovationen die Wirtschaft verändern

Roboter als Café-Barista in San Francisco: Die Research-Teams von Fidelity beobachten Technologietrends und identifizieren Chancen wie Risiken auf dem Weg in die digitale Zukunft.  | © Getty Images

Roboter als Café-Barista in San Francisco: Die Research-Teams von Fidelity beobachten Technologietrends und identifizieren Chancen wie Risiken auf dem Weg in die digitale Zukunft. Foto: Getty Images

Der Welt steht eine Revolution bevor. Dampfkraft, elektrischer Strom und Computer haben in den ersten drei industriellen Revolutionen Wirtschaft und Gesellschaft grundlegend verändert. Doch die vierte Revolution ist noch komplexer und weitreichender: Der Digitalisierung liegt nicht nur eine, sondern eine Vielzahl von Technologien zugrunde, darunter das Internet der Dinge, künstliche Intelligenz, Robotik, Cloud-Computing, 3D-Druck und fahrerlose Autos.

Dieses Stadium der Digitalisierung ist weit einschneidender als die Einführung von Computern und des Internets. Während die Informationstechnologie der 2000er-Jahre das globale Bruttoinlandsprodukt um jährlich 0,6 Prozent steigerte, könnte allein künstliche Intelligenz ab dem Jahr 2030 das Wachstum der Weltwirtschaft um 1,3 Prozent anheben, so das Ergebnis von eigenen Berechnungen von Fidelity.

Die neuen digitalen Technologien beschleunigen die Weiterentwicklung der Wirtschaft dramatisch. Ein Beispiel: Im Jahr 2020 werden der Marktforschungsfirma Gartner zufolge 20 Milliarden internetfähige Geräte in Gebrauch sein. 2018 waren es rund elf Milliarden. Dabei entfalten einige vielversprechende Innovationen gerade erst ihr volles Potenzial. Wir beleuchten, wie drei davon die Wirtschaft bereits verändert haben und was die Zukunft noch bringen kann.

Big Data

Daten sind ein Rohstoff, der seinen wahren Wert erst offenbart, wenn ihm seine größten Schätze entzogen werden. Big Data – die unvorstellbar große Masse unstrukturierter Informationen, die tagtäglich gesammelt wird – bietet Unternehmen die Chance, neue Erkenntnisse zutage zu fördern, mit denen sie besser denn je auf ihre Kunden eingehen können.

Unternehmen sind längst Meister darin, große Mengen an Daten zu sammeln. Doch sie lernen gerade erst, diese auch zu interpretieren. Mindestens 60 Prozent der Daten, die Unternehmen zur Verfügung stehen, werden heute überhaupt nicht genutzt, weiß Gartner.

Die Analyse solcher Daten kann aus Vermutungen Gewissheit machen. Einzelhändler mussten sich einst auf ihr Bauchgefühl verlassen, wenn es darum ging, warum Verbraucher eine Kaufentscheidung fällen. Heute können sie Klicks auf ihrer Webseite, Suchhistorien, Social-Media-Dialoge, den Aufenthaltsort mobiler Nutzer und viele andere Daten auswerten und Schlüsse daraus ziehen. Mit diesem Wissen können Einzelhändler sicherstellen, dass sie jederzeit die richtigen Produkte auf Lager haben, und genau dann auf Kunden zugehen, wenn diese bereit sind zu kaufen.