Digitalisierung in der Kreditwirtschaft

Banken müssen dringend aufrüsten

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Banken müssen dringend digital aufrüsten, zeigt die Studie Strategic choices für banks in the digital age der Unternehmensberatung Mc Kinsey auf. Wer sich dem Wandel verschließt, muss mit finanziellen Einbußen in Höhe von 35 Prozent des Nettogewinns rechnen. Anders dagegen die fortschrittlichen Banken, die digital aufrüsten, ob in den Bereichen Produktentwicklung, Risikomanagement oder Personalverwaltung. Sie können mit einem Plus von 40 Prozent und mehr rechnen. Und es wird Zeit. In den nächsten drei bis fünf Jahren müssen die Banken digital umgestellt haben, schreiben die Autoren der Studie.

Warum die Banken vom Digitalisierung und Automatisierung im Unternehmen profitieren? Vor allem ihre operationellen Kosten werden sinken. Dazu entstehen durch die Quer-Nutzung von Daten leichter neue Produkte sowie innovative Angebote und Geschäftsmodelle. Mit der Digitalisierung verstärkt sich nicht nur die Bindung zum Kunden, sondern auch die zum Mitarbeiter oder externen Dienstleister. Je mehr Daten digital erfasst und verarbeitet werden, umso detaillierter könnten Entscheidungen getroffen und Prozesse automatisiert werden, sehen die Autoren der Studie die Vorteile. Und wer den Wandel verschläft, muss unter anderem mit den enormen Gewinneinbußen rechnen, weil Wettbewerber mit innovativen Angeboten an ihnen vorbeiziehen.

Schon jetzt sind 10 Prozent der Einnahmen des Privatkunden-Bankings in digitale Kanäle geflossen. Bis 2018 rechnen die Experten mit mehr als 50 Prozent Gewinnzuwachs aus dem Online-Vertrieb. Bei den Produkten betrifft das vor allem Spar- und Termineinlagen sowie Bankgeschäfte für Klein- und Mittelständler.

Übrigens: Im Privatkunden-Geschäft herrscht Handlungsbedarf, doch noch schlechter sieht es im Geschäft mit Firmenkunden aus.

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