Aktualisiert am 05.10.2016 - 09:42 UhrLesedauer: 4 Minuten

Digitalisierung Versichererverband verteidigt Big Data

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In der Geschichte der Versicherungswirtschaft hat ein Mehr an Daten oft dazu geführt, dass sich nicht weniger, sondern mehr Menschen versichern konnten. Ein Beispiel dafür ist die Versicherungsmedizin: Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat die Forschung große Fortschritte gemacht, immer mehr Informationen wurden erfasst und analysiert. „Durch das Datenwachstum der letzten hundert Jahre wurden Risiken immer besser abschätzbar”, betont Regenauer. Und damit stieg auch das Produktangebot. So wurde aus der Risikolebensversicherung, die lange nur den Gesunden und Wohlhabenden vorbehalten war, eine Versicherung für die breite Bevölkerung. „Während in den 1930er-Jahren noch 40 Prozent der Antragsteller bei der Risikolebensversicherung wegen eines Krankheitsbildes abgelehnt wurden, sind es heute nur noch ein bis zwei Prozent”, sagt der Versicherungsmediziner. Selbst HIV-Infizierte hätten heutzutage unter bestimmten Bedingungen die Möglichkeit, eine solche Versicherung abzuschließen.

Dieser Artikel ist Teil eines Schwerpunktes zum Thema „Digitaler Wandel: Chancen und Risiken für die Versicherungswirtschaft“, die der Versicherungsverband GDV.DE veröffentlicht hat.

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