DIHK-Konjunkturumfrage Stimmung bei Fonds und Versicherungen auf Rekordhoch

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Mehr Investitionen geplant

Die Finanz- und Versicherungsdienstleister planen etwas mehr Investitionen als zuletzt, so ein weiteres Ergebnis der DIHK-Umfrage. Die Herausforderungen für die Branche bleiben groß. Die anhaltende Niedrigzinspolitik, die immer komplexere Regulierung und der Anpassungsbedarf durch die Digitalisierung ermöglichen insbesondere dem Kreditgewerbe nur eine vorsichtige Investitionsplanung.

„Dabei unterscheiden sich die drei Säulen der deutschen Kreditwirtschaft fundamental voneinander“, schreibt der DIHK. Sparkassen und Genossenschaftsinstitute blicken pessimistisch auf ihre Geschäfte in den kommenden Monaten und planen kaum zusätzliche Investitionen. Ihre Erwartungssalden - also die Differenz zwischen Instituten, die ihre Investitionen ausweiten und solchen, die diese zurückfahren wollen - betragen minus 34 beziehungsweise minus 35 Punkte. Die privaten Kreditbanken hingegen weiten ihre Investitionspläne weiter aus (Saldoanstieg um einen auf 19 Punkte).

Insgesamt dominieren im Kreditgewerbe weiterhin Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen (64 nach 67 bzw. 46 nach 51 Prozent), während Erweiterungen kaum eine Rolle spielen (6 nach 7 Prozent). Aus Sicht der Unternehmen bleiben die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen weiterhin das Hauptrisiko (83 nach 85 Prozent).

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