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Dima24 zur Beteiligungsbranche: Anleger setzen auf die Ostsonne

Quelle: Fotolia
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Fast 120 Millionen Euro haben die Dima24-Kunden im vergangenen Jahr in geschlossene Fonds investiert – 18 Prozent mehr als im Vorjahr. „Bei Dima24 sehen wir daher keine Kapitalflucht, sondern lediglich eine Verschiebung der Geldströme in neue Fondssegmente“, sagt Hartwieg.

So ging 2009 bei Dima24 die Nachfrage nach Private-Equity-Beteiligungen und Schiffsfonds – den Verkaufsschlagern der vergangenen Jahre – um 94 beziehungsweise 89,3 Prozent zurück. Geschlossene Immobilienfonds büßten Absatzanteile von 27 Prozent ein. „Die Klassiker der Beteiligungsbranche sind derzeit out“, so Hartwieg. Auf dem Vormarsch sind dagegen Infrastrukturbeteiligungen mit einem Absatzplus von 19,7 Prozent, gefolgt von Rohstoff- und Umweltfonds. Rohstoffinvestments kamen im letzten Jahr auf einen Anteil von 15 Prozent, Umweltfonds steigerten ihren Absatz von 22,5 auf 24,5 Prozent.
Die Emissionshäuser scheinen die Zeichen der Zeit erkannt zu haben und bringen innovative Produkte auf den Markt. Gerade im Bereich erneuerbare Energie – und dort insbesondere bei Solaranlagen – sieht Hartwieg derzeit starkes Absatzpotenzial.

Schwellenländer sind gefragt, Europa und die USA nicht

Auch Schwellenländer wie China, Indien, der Mittlere Osten und Afrika werden für Anleger immer interessanter. „Die Regierungen investieren in diesen Regionen verstärkt in das eigene Land und stabilisieren oder erhöhen damit auch in der Krise ihre Wirtschaftsleistung“, sagt Hartwieg. Besonders attraktiv finden Anleger dabei die Beteiligung an Regierungsprojekten in stark wachsenden Märkten, da dort das investierte Kapital durch die jeweilige Regierung abgesichert ist.

Europa und die USA kämpfen dagegen laut Hartwieg noch mit den Auswirkungen der Turbulenzen und verlieren an Attraktivität.
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