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Start ab Juli DIN-Norm 77230 wird auf Nachhaltigkeit geboostert

Frau mit Tablet
Frau mit Tablet: Die Finanzberatungsnorm 77230 soll um ein Nachhaltigkeitsmodul ergänzt werden. | Foto: image images / Westend61

Beim Deutschen Institut für Normung (DIN) ist am 15. Dezember ein ergänzendes DIN-Projekt zur Einbeziehung von Nachhaltigkeit in die Finanzberatung gestartet. Das berichtet der Heidelberger Zertifizierungsanbieter Defino Institut für Finanznorm. Ergänzend ist das Thema deshalb, weil es zur Nachhaltigkeitsabfrage keine gesonderte DIN-Norm geben soll. Das Thema wird vielmehr als ein Modul in die Finanzanalyse nach der DIN-Norm 77230 eingebunden.  

An dem Projekt haben nach Auskunft von Defino mehrere Versicherungsgesellschaften, Banken, Fondsgesellschaften, Vertriebe, Makler und Verbände teil. Ebenso sind unterschiedliche Nachhaltigkeits-Experten, Verbraucherschützer und Wissenschaftler an Bord.

Nach Vorstellung des Defino, das das Projekt mitinitiiert hat, soll das kommende Modul sowohl im Rahmen der umfassenden Finanzanalyse als auch losgelöst davon anwendbar sein. „Es soll Verbraucher vor manipulativer Abfrage der Nachhaltigkeitspräferenzen schützen und zugleich Beratern und Vermittlern die Arbeit erleichtern und Sicherheit – auch Haftungssicherheit – geben“, peilt man bei Defino an.

Ein Entwurf für die standardisierte Nachhaltigkeitsabfrage soll demnach bis April vorliegen, bis Juli soll die endgültige Fassung kommen. Der Zeitplan ist auf den Start der gesetzliche geforderten Nachhaltigkeitsabfrage in Beratungsgesprächen abgestimmt. Diese soll am 2. August 2022 verbindlich werden.  

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