Börse in New York Foto: IMAGO / ZUMA Wire

Jahresrückblick 2020

Dividenden brechen weltweit um 12 Prozent ein

Im vergangenen Jahr zahlten Unternehmen weltweit 1,26 Billionen US-Dollar Dividenden. Das geht aus einem Bericht der Investmentgesellschaft Janus Henderson Investors hervor. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Ausschüttungen um 12,2 Prozent. Das bereinigte Minus, in dem Sonderausschüttungen und Wechselkurse keine Rolle spielen, belief sich auf 10,5 Prozent.

Am stärksten kürzten Unternehmen in Großbritannien (minus 40,9 Prozent) und Europa (minus 31,7 Prozent) Ausschüttungen. Zusammen waren die Regionen für mehr als die Hälfte des weltweiten Rückgangs verantwortlich. Grund sind laut Janus Henderson die von den Aufsichtsbehörden in der Corona-Krise verhängten Beschränkungen für Bankendividenden.

In Deutschland fielen Dividenden im vergangenen Jahr um 12,9 Prozent. Jedes dritte Unternehmen kürzte hierzulande seine Ausschüttungen. Die geringe Zahl an starken Banken in Deutschland, selbst vor 2020, unterstützt das vergleichsweise gute Ergebnis. Außerdem haben deutsche Versicherer dem Druck der EU-Versicherungsaufsichtsbehörde, die Dividenden auszusetzen, nicht nachgegeben. „Das bremste den Abwärtstrend erheblich“, sagt Daniela Brogt, Vertriebschefin für Deutschland und Österreich bei Janus Henderson Investors.

Quelle: Janus Henderson Investors

In Nordamerika stiegen die Dividenden im vergangenen Jahr um 2,6 Prozent und erreichten ein neues Rekordhoch. Unternehmen zahlten dort 549 Milliarden US-Dollar aus. Die Region schnitt deshalb so gut ab, weil Unternehmen dort Cash vorhalten und ihre Dividenden schützen konnten, indem sie stattdessen Aktienrückkäufe aussetzten oder reduzierten. Außerdem zeigten sich Regulierungsbehörden in Übersee großzügig gegenüber Banken.

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