Dividendenstudie von Janus Henderson Die fleißigsten Dividendenzahler stammen aus Europa

Ausschüttungen steigen fast überall

Ausschüttungen steigen fast überall | © Janus Henderson Investors
| Foto: Janus Henderson Investors

Die Ausschüttungen stiegen im zweiten Quartal 2018 in nahezu allen Weltregionen deutlich an. Ganz klar erholt gegenüber dem Zeitraum 2014 –2016 zeigen sich die Schwellenländer. Einzig in Großbritannien fielen die Ausschüttungen um 1,4 Prozent niedriger aus. Als Grund nennen die Autoren der Janus-Henderson-Studie ungewöhnlich niedrige Sonderdividenden, aber auch eine neue Ausschüttungspolitik des Dividendenriesen British  American Tobacco: Das Unternehmen schüttet nicht mehr nur einmal im Jahr regulär aus, sondern seit Jahresbeginn 2018 vierteljährlich.

Fast eine halbe Billion US-Dollar schütteten Unternehmen weltweit im zweiten Quartal 2018 an ihre Anteilseigner aus. Das geht aus einem aktuellen Report von Janus Henderson Investors hervor. Der britisch-US-amerikanische Vermögensverwalter untersucht einmal im Quartal die weltweiten Dividendentrends anhand von 1.200 Unternehmen. Derzeit lässt sich vor allem Erfreuliches vermelden.

Der positive Dividendentrend sei durch die Wechselkurse noch verstärkt worden, heißt es von den Studienautoren. So notierte der US-Dollar gegenüber anderen Währungen schwächer als im Vorjahreszeitraum. Zahlungen in anderen Währungen wurden dadurch zu günstigeren Wechselkursen in US-Dollar umgerechnet. Allein das habe zu einem um 3,5 Prozentpunkte höheren Dividendenwachstum geführt.

Gleich zwölf Länder verzeichneten im zweiten Quartal neue Dividenden-Allzeithochs, darunter auch Deutschland: Hiesige Unternehmen schütteten im Zeitraum April bis Ende Juni 43,1 Milliarden US-Dollar an Anleger aus – so viel wie in keinem Quartal zuvor. Die Summe ist auch deswegen so hoch, weil die Hauptversammlungen deutscher Unternehmen traditionell in diesem Zeitraum stattfinden. Auf ihnen wird die Dividende festgelegt und zeitnah an die Anleger ausgezahlt.

Vier weitere Kernerkenntnisse aus Studie finden Sie in unserer Bilderstrecke.

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