DJ Börse Frankfurt/Technischer Bericht: Ende der Baisse noch nicht in Sicht

DJ Börse Frankfurt/Technischer Bericht: Ende der Baisse noch nicht in Sicht

4. Februar 2009. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Auch zur Wochenmitte bleibt der deutsche Aktienmarkt weiter im Plus. "Die Stimmung am Markt hat sich angesichts der stabilen bis leicht positiven Kursentwicklung in dieser Woche etwas verbessert", beschreibt ein Händler das aktuelle Marktsentiment und sieht vor allem positive Vorgaben aus den USA als Kurstreiber. Zudem spekulierten die Börsianer über eine positive Überraschung bei der Berichterstattung der Deutschen Bank am Donnerstag: "Die Entwicklung der Banken ist nach wie vor der Schlüssel für den gesamten Markt. Sollten die Zahlen der Deutschen Bank morgen besser ausfallen als allgemein erwartet, könnte es wieder in Richtung 4.500 Punkte gehen", meint der Händler. Dennoch sei die Erholung auf sehr dünnem Eis gebaut, da die Umsätze weiter auf einem niedrigen Niveau verharrten. Im ETF-Handel lässt sich angesichts niedriger Umsätze am Mittwoch keine einheitliche Tendenz ausmachen. Wie die zuständigen Market Maker berichten, werden die Indextracker iShares DAX (DE) (WKN 593393) und iShares DJ EURO STOXX 50 (DE) (WKN 593395) überwiegend verkauft. Ebenso sind aber auch beim db-xtrackers ShortDAX ETF (DBX1DS) und dem db x-trackers DJ Euro STOXX 50 Short ETF (WKN DBX1SS), die die Entwicklung der Indizes gegenläufig abbilden, Käufer in der Überzahl. Bis zum Mittag gewinnt der DAX rund 1,2 Prozent auf 4.428 Punkte. Noch keine Basis zu erkennen Wieland Staud, technischer Analyst und Geschäftsführer von Staud Research, zeigt sich weiter pessimistisch. "Ich gehe nicht davon aus, dass die aktuellen Kurse die Basis für einen größeren Anstieg bilden." Man könne sich zwar jederzeit vorstellen, dass sich der Markt stabilisiere, die Wahrscheinlichkeit für einen neuen Aufwärtstrend sei derzeit jedoch gering. Wieland Staud rechnet vor diesem Hintergrund zudem mit neuen Tiefständen, die noch unter denen des vergangenen Jahres liegen sollten. "Unsere Ziel-Range liegt aktuell bei 3.300 bis 3.600 Punkten. Wenn wir unter die Unterstützungen von 4.000 bis 4.100 Zähler fallen, dann könnte es relativ schnell abwärts gehen", prognostiziert der Analyst. Nichts Neues in Übersee Das Bild jenseits des Atlantiks ist nach Ansicht von Staud ähnlich. "Auch aus den Charts von Wall Street können derzeit keine Wunderdinge heraus gelesen werden. Eine kurzfristige Stabilisierung ist hier zwar allemal möglich, eine grundsätzliche Trendwende der US-Indizes sehe ich aber nicht." Überzeugung fehlt Auch die von zahlreichen Regierungen angekündigten Konjunkturpakete versprechen nach Einschätzung des Technikers kein weiteres Aufwärtspotenzial an den internationalen Aktienmärkten. "Wenn die Märkte tatsächlich darauf vertrauen würden, dass die angekündigten Pakete das Ruder herumzureißen können, dann hätten wir schon deutliche Kursanstiege gesehen. Diese sind aber ausgeblieben und ich sehe auch keine technischen Hinweise darauf, dass sich daran etwas ändert." Aufwärtspotenzial bei Gold Profitieren sollte von diesen Entwicklung unterdessen der Goldpreis - das gelte zumindest langfristig, meint Staud. "Nachdem der Goldpreis zuletzt an dem starken Widerstand bei 925 US-Dollar je Unze abgeprallt ist, erscheint ein weiterer Anstieg in den kommenden Wochen unwahrscheinlich." Den generellen Aufwärtstrend des Edelmetalls werde das aber nicht gefährden: "In absehbarer Zukunft sollte der Goldpreis deutlich oberhalb der Hochs notieren, die wir im vergangenen Jahr gesehen haben", erwartet Staud. Exodus aus dem Bullenläger Ähnlich pessimistisch zeigen sich die 300 von der Börse Frankfurt regelmäßig befragten ativen Investoren. Immerhin 9 Prozent der Investoren haben sich von ihren DAX-Werten getrennt. 6 Prozent sind direkt short gegangen und setzen auf fallende Preise. Die vollständige Analyse lesen Sie heute nachbörslich auf www.boerse-frankfurt.de/sentiment. © 4. Februar 2009 / Karoline Koch Ähnlich pessimistisch zeigen sich die 300 von der Börse Frankfurt regelmäßig befragten ativen Investoren. Immerhin 9 Prozent der Investoren haben sich von ihren DAX-Werten getrennt. 6 Prozent sind direkt short gegangen und setzen auf fallende Preise. Die vollständige Analyse lesen Sie heute nachbörslich auf www.boerse-frankfurt.de/sentiment. Disclaimer Die nachfolgenden News werden Ihnen direkt von der Redaktion von boerse-frankfurt.de bereitgestellt. Die hierin enthaltenen Angaben und Mitteilungen sind ausschließlich zur Information bestimmt. Keine der hierin enthaltenen Informationen begründet ein Angebot zum Verkauf oder die Werbung von Angeboten zum Kauf eines Wertpapiers.

(END) Dow Jones Newswires

February 04, 2009 07:59 ET (12:59 GMT)