DJ Bürgschaftsbanken fordern vom Staat mehr Mittel - FTD

DJ Bürgschaftsbanken fordern vom Staat mehr Mittel - FTD

HAMBURG (Dow Jones)--Angesichts der geplanten Ausweitung von staatlich geförderten Krediten und Bürgschaften für klamme Unternehmen haben die Bürgschaftsbanken vom Bund eine bessere Mittelausstattung gefordert. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (FTD/Donnerstagausgabe) verlangen die Banken ein Darlehen über 1 Mrd EUR. Das Geld solle angelegt werden und die Zinsgewinne sollten in das Eigenkapital der Banken fließen. Mit dem Eigenkapital sichern die Banken ihre Risiken ab. Ohne solche Mittel könnten die Banken nach eigener Aussage die geplanten zusätzlichen Bürgschaften nicht übernehmen.

In Deutschland gibt es rund 20 Bürgschaftsbanken. Sie sichern bislang Kredite bis zu einer Höhe von 1 Mio EUR ab, die Grenze soll mit dem neuen Bürgschaftspaket der Regierung auf 2 Mio EUR steigen. Kunden sind kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten. Das Bundeswirtschaftsministerium arbeitet derzeit an einem 100 Mrd EUR schweren Fonds, aus dem Unternehmen in Zahlungsschwierigkeiten Kredite und Bürgschaften erhalten sollen. Der "Wirtschaftsfonds Deutschland" ist Teil des Konjunkturpakets II der Bundesregierung und soll nächste Woche im Bundestag verabschiedet werden.

In einem Brief an das Wirtschaftsministerium, der der FTD vorliegt, begrüßen die Bürgschaftsbanken die Pläne der Regierung. Allerdings sei die bei der Finanzaufsicht nachzuweisende Risikotragfähigkeit der Bürgschaftsbanken in "starken Wachstumsphasen massiv bedroht". Ohne eine bessere Kapitalausstattung sei daher "eine nachhaltige Erhöhung unseres Fördervolumens 2009/2010 nicht möglich bzw. aufsichtsrechtlich nicht zulässig und damit nicht realistisch", heißt es in dem Brief.

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February 05, 2009 00:26 ET (05:26 GMT)

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