DJ Bundeskabinett stimmt Jahreswirtschaftsbericht zu - Kreise

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DJ Bundeskabinett stimmt Jahreswirtschaftsbericht zu - Kreise

BERLIN (Dow Jones)--Das Bundeskabinett hat am Mittwoch dem Jahreswirtschaftsbericht und damit den darin enthaltenen konjunkturellen Einschätzungen für das Jahr 2009 zugestimmt, wie eine mit der Angelegenheit eng vertraute Person in Berlin bestätigte. Danach erwartet die Bundesregierung für die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr eine tiefe Rezession, sinkende Exporte und eine steigende Arbeitslosigkeit.

Nach dem Entwurf für den Jahreswirtschaftsbericht, in den Dow Jones Newswires Einblick hatte, senkt die Regierung ihre Prognose für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2009 auf minus 2,25%. Bislang hatte die Regierung ein BIP-Wachstum von 0,2% für 2009 prognostiziert.

Die Exporte, die in den vergangenen Jahre eine Hauptstütze für das Wachstum waren, werden der Prognose zufolge im Jahr 2009 um 8,9% zurückgehen. Die Importe dürften um 5,0% sinken. Für die Binnennachfrage wird in dem Entwurf ein Rückgang um 0,1% veranschlagt, während für den Privatkonsum eine Zunahme um 0,8% erwartet wird. Die Arbeitslosenquote sieht die Regierung 2009 bei durchschnittlich 8,4%, nach 7,8% im Jahr 2008. Bei den Investitionen in Anlagegüter wird für dieses Jahr ein steiler Absturz um 11,9% prognostiziert, nach einem Zuwachs um 5,3% im vorigen Jahr.

Die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise wird damit die deutsche Volkswirtschaft in die größte Rezession der Nachkriegszeit stürzen. Im Jahr 2008 war die deutsche Wirtschaft noch um 1,3% gewachsen, im Jahr 2007 sogar um 2,5%.

Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" rechnet die Regierung allerdings bereits für das Frühjahr 2009 wieder mit einem Ende des Konjunkturabschwungs in Deutschland. Laut der Regierungseinschätzung dürfte das BIP zwischen April und Juni gegenüber dem Vorquartal erstmals seit einem Jahr wieder steigen. Auch für das dritte und das vierte Quartal erwartet die Regierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht ein leichtes Plus, wie die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer Mittwochsausgabe berichtet.

Webseiten: http://www.bmwi.de http://www.sueddeutsche.de -Von Beate Preuschoff und Andrea Thomas, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4122, beate.preuschoff@dowjones.com DJG/bep/aat/hab Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de

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January 21, 2009 04:35 ET (09:35 GMT)

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