DJ DEVISEN/Gewinnmitnahmen nach Dollar-Baisse

DJ DEVISEN/Gewinnmitnahmen nach Dollar-Baisse

FRANKFURT (Dow Jones)--Gewinnmitnahmen nach der Rally des Euro und einer Dollar-Baisse auf breiter Front prägen im Übergang vom asiatischen in den europäischen Währungshandel am Donnerstagmorgen das Bild. Am Vorabend hatte die Ankündigung von Käufen von US-Staatsanleihen durch die US-Notenbank (Fed) den Euro gegen Dollar und Yen haussieren lassen. Gegen 22.20 Uhr MEZ war der Euro zur US-Währung auf 1,3535 USD angezogen, den höchsten Stand seit dem 9. Januar.

Die US-Notenbank hat am Mittwochabend die Zielspanne für den Leitzins von 0% bis 0,25% unverändert gelassen. Sie wird in den nächsten sechs Monaten bis zu 300 Mrd USD an US-Staatsanleihen mit längeren Laufzeiten kaufen. "Im Grunde nicht neu, aber im Volumen doch überraschend hoch", bezeichnet Ulrich Wortberg die Käufe der US-Notenbank. Entsprechend deutlich sei die Reaktion an den Finanzmärkten ausgefallen.

"Angesichts dieses Anwerfens der Notenpresse verlor der Dollar zum Euro massiv an Wert", konstatiert der Devisenanalyst. Nicht nur die Fed weite aggressiv ihre Zentralbankbilanz aus, sondern auch die Notenbanken von England und der Schweiz, letztere schwäche zudem aktiv die eigene Währung. "Mittelfristig besteht das Risiko, dass der Euro angesichts dieser Entwicklungen weiter an Wert gewinnt", meint Wortberg.

Laut asiatischen Händlern nehmen am Morgen vor allem spekulative Marktakteure und japanische Exporteure kurzfristige hohe Währungsgewinne mit. Gegen 7.47 Uhr handelt der Euro zum Dollar mit 1,3451 USD. Zum Yen hat die Gemeinschaftswährung die Kursgewinne vom Vorabend wieder abgegeben. Handelte das Paar gegen 1.15 Uhr in Asien mit 130,33 JPY noch auf dem höchsten Stand seit dem 28. Dezember, wechselt der Euro nun mit 128,56 JPY den Besitzer.

"Die Maßnahmen der Fed dürften den Dollar mittelfristig weiter belasten", sagt ein Händler. Technisch habe der Euro zum Dollar nun Aufwertungspotenzial bis zu 1,38 USD. Unterstützt sei der Euro bei 1,3320 USD. Zum Yen ist der Greenback am Morgen gegen 7.00 Uhr mit 95,26 JPY auf ein neues Dreiwochentief gefallen. Zum Pfund Sterling hat sich der Dollar dagegen etwas vom Dreiwochentief vom Vorabend bei 1,4338 GBP/USD erholt.

Die Feinunze Gold kostete im frühen Londoner Handel 931,85 USD nach einem Nachmittags-Fixing von 893,25 USD am Mittwoch.

=== Europa New York Europa (7.47) (Mi Späthandel) (17.27) EUR/USD 1,3451 1,3480 1,3112 USD/JPY 95,56 96,21 98,00 EUR/JPY 128,56 129,70 128,47 EUR/GBP 0,9460 -- 0,9379 EUR/CHF 1,5380 -- 1,5293 === -Von Benjamin Krieger, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 219, benjamin.krieger@dowjones.com DJG/bek/gos Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de

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March 19, 2009 03:00 ET (07:00 GMT)

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