DJ DGAP-Adhoc: European Aeronautic Defence and Space Company: Solide EADS-Ergebnisse 2008 stärken Widerstandsfähigkeit in schwierigem

DJ DGAP-Adhoc: European Aeronautic Defence and Space Company: Solide EADS-Ergebnisse 2008 stärken Widerstandsfähigkeit in schwierigem

European Aeronautic Defence and Space Company / Jahresergebnis 10.03.2009 Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich. =-------------------------------------------------------------------------- Ad-hoc-Mitteilung, 10. März 2009 EADS - Ergebnisse für 2008 Solide EADS-Ergebnisse 2008 stärken Widerstandsfähigkeit in schwierigem weltwirtschaftlichem Umfeld - Konzern-EBIT* in Höhe von EUR 2,8 Mrd. - getragen von starker grundlegender Performance und signifikant positiven Währungseffekten, jedoch belastet durch Programmaufwendungen - Konzernergebnis in Höhe von EUR 1.572 Mio. (2007: EUR -446 Mio.) - Free Cash Flow in Höhe von EUR 2,6 Mrd. übertrifft Erwartungen - Robuste Bilanz mit Rekord-Nettoliquidität in Höhe von EUR 9,2 Mrd. - Umsatz erhöht sich um 11 Prozent auf EUR 43,3 Mrd. - Auftragsbestand steigt um 18 Prozent auf Rekordwert von EUR 400 Mrd. - Dividendenvorschlag von EUR 0,20 je Aktie - A400M-Themen in Klärung mit Kunden und Zulieferern EADS (Börsenkürzel: EAD) erzielte im Jahr 2008 zufriedenstellende Ergebnisse und erwirtschaftete ein EBIT* in Höhe von EUR 2,8 Mrd. Der Konzern profitierte von einer starken grundlegenden Performance und Währungseffekten; gleichzeitig stellte er sich Herausforderungen in kritischen Programmen. Der Auftragsbestand von EADS erreichte mit über EUR 400 Mrd. einen neuen Rekordwert. Dank einer stärker als erwartet ausgefallenen Free-Cash-Flow-Entwicklung stieg auch die Nettoliquidität auf einen neuen Höchststand von EUR 9,2 Mrd. Im Hinblick auf die Krise ist EADS in einer guten Ausgangsposition, auch wenn die Entwicklungen im zweiten Halbjahr 2009 und darüber hinaus nur schwer einzuschätzen sind. Der Grund hierfür liegt in der Schwäche der Weltwirtschaft sowie der globalen Finanzmärkte, die sich zunehmend auch auf den internationalen Luftverkehr auswirkt. 'Wir haben eine ganze Reihe von Zielen erreicht: ein solides EBIT*, eine herausragende Cash-Performance und entscheidende Fortschritte bei der Umstrukturierung unseres Unternehmens', sagte der CEO von EADS, Louis Gallois. 'Obwohl das A400M-Programm enorme Aufmerksamkeit erforderte, hat der Konzern 2008 an Stabilität zurückgewonnen und seine Widerstandsfähigkeit in einem turbulenten weltwirtschaftlichen Umfeld unter Beweis gestellt. Unsere Branche steht 2009 vor großen Herausforderungen, aber wir können auf unsere hoch motivierten Mitarbeiter und unser ausgezeichnetes Produktportfolio zählen. Dank unseres großen und breit gestreuten Auftragsbestands sollten die Auslieferungen 2009 weiter auf hohem Niveau bleiben und uns entsprechenden Handlungsspielraum bieten. Liquiditätssicherung hat dabei höchste Priorität.' Der Konzern zeigte 2008 eine starke Auslieferleistung: Einschließlich zwölf A380 übergab Airbus 483 Flugzeuge an Kunden - mehr als je zuvor. Eurocopter erreichte mit 588 ausgelieferten Hubschraubern ebenfalls einen neuen Rekordwert. EADS verzeichnete einen bemerkenswerten Auftragseingang über das gesamte Produktportfolio hinweg. Airbus erhielt Netto-Bestellungen über 777 neue Flugzeuge, Eurocopter verkaufte 715 neue Hubschrauber. Dank eines guten Auftragseingangs - vor allem im Tankergeschäft - blieb der Auftragsbestand im Verteidigungsgeschäft mit rund EUR 55 Mrd. stabil. Damit bietet er die Grundlage für ein stärker ausgeglichenes Geschäftsportfolio in den kommenden Jahren. Im Raumfahrt- und Verteidigungsgeschäft konnte die Rentabilität weiter gesteigert werden. Damit unterstreicht EADS die starke Marktposition, die sich der Konzern in diesem Segment dank hoher Innovationskraft und erfolgreicher Effizienzsteigerung erarbeitet hat. EADS hat im Januar 2009 mitgeteilt, dass den A400M-Erstkunden ein neuer Ansatz für dieses Programm vorgeschlagen wurde mit dem Ziel, den weiteren Fortgang des Programms zu klären. Entsprechend diesem Vorschlag würde die erste Auslieferung drei Jahre nach dem Erstflug erfolgen. EADS hat zusätzlich vorgeschlagen, die Serienproduktion - wie bei komplexen militärischen Entwicklungsprogrammen üblich - erst dann wieder aufzunehmen, wenn die Testflugergebnisse einen hinreichenden Reifegrad abbilden. EADS geht die industriellen Herausforderungen des Programms weiter an und setzt die Ermittlung von deren Auswirkungen auf den A400M-Auslieferungszeitplan fort. Mit den Zulieferern des Antriebssystems arbeitet EADS daran, verlässliche Termine für die Verfügbarkeit des Triebwerks und den A400M-Erstflug festzulegen. Darüber hinaus stimmt sich EADS mit Unterauftragnehmern für die Triebwerke und missionsentscheidenden Systemen ab, um den eigenen Auslieferzeitplan zu aktualisieren. Im Jahr 2008 wurde das EBIT* von EADS mit EUR -704 Mio. im Zusammenhang mit dem A400M-Programm belastet. EADS kann die gesamten finanziellen Auswirkungen eines überarbeiteten Zeitplans erst bestimmen, wenn die Verfügbarkeit der Triebwerke und missionsentscheidenden Systemen endgültig festgelegt oder die Haltung von OCCAR zum Vorschlag von EADS bekannt ist. Wie bereits mit den Neunmonatsergebnissen 2008 berichtet, führte die Nichtverfügbarkeit einer verlässlichen aktuellen Zeitplanung für das A400M-Programm dazu, dass EADS vorübergehend die Methode der Bilanzierung in der frühen Phase eines Auftrags anwendet bis bestimmte Ereignisse die Wiederaufnahme der Gewinnrealisierungsmethode nach dem Fertigstellungsgrad ('estimate at completion method') erlauben. ** Da der A400M-Erstflug nicht vor Ende März 2009 stattfinden wird, hat der Erstkunde OCCAR das vertragliche Recht, zum 1. April 2009 den gesamten A400M-Vertrag zu kündigen. Diese Kündigung bedarf eines einstimmigen Mandats aller Erstkunden-Nationen. Dies macht eine Kündigung des Vertrags nach Einschätzung des EADS-Managements sehr unwahrscheinlich. Theoretisch würde die Kündigung des A400M-Vertrags durch OCCAR die Rückzahlung der erhaltenen Anzahlungen sowie sonstiger von OCCAR geleisteten Zahlungen nach sich ziehen. Dieser Betrag beläuft sich insgesamt auf rund EUR 5,7 Mrd. Unabhängig davon könnte jeder der Erstkunden jene Flugzeuge, die erheblich verspätet sind, einzeln abbestellen. EADS hat seine Geschäftsbereichsstruktur angepasst. Der frühere Geschäftsbereich Militärische Transportflugzeuge wird derzeit in Airbus integriert und wird - unter dem Namen Airbus Military - zum militärischen Bereich von Airbus. Dies wird das Programm-Management insbesondere für die A400M vereinfachen und den Einsatz von Ressourcen optimieren. Die neue Struktur gilt ab dem Jahr 2009. EADS veröffentlicht daher die Ergebnisse für 2008 entsprechend der früheren Geschäftsbereichsstruktur. Der Geschäftsbereich Militärische Transportflugzeuge wird deshalb noch separat ausgewiesen. Der Umsatz stieg stark um 11 Prozent auf EUR 43,3 Mrd. (2007: EUR 39,1 Mrd.) dank operativer Zuwächse in allen fünf Geschäftsbereichen. Im Umsatzwachstum sind EUR 1,1 Mrd. enthalten, die aus dem im dritten Quartal 2008 erfolgten Wechsel der Bilanzierungsmethode für das A400M-Programm zur Bilanzierung in der frühen Phase eines Auftrags resultieren. Das Umsatzwachstum des Konzerns glich einen schwächeren Durchschnittskurs des US-Dollars mehr als aus. Dank hoher Auslieferungsleistungen erzielte EADS 56 Prozent des Umsatzes außerhalb Europas, mit bedeutenden Beiträgen aus dem asiatisch-pazifischen Raum (25 Prozent), Nordamerika (18 Prozent) und anderen Regionen (13 Prozent). Das EBIT* (vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten) für das Geschäftsjahr 2008 verbesserte sich auf EUR 2.830 Mio. gegenüber EUR 52 Mio. im Vorjahr. Damals wurde insbesondere das EBIT* von Airbus durch höhere außerordentliche Aufwendungen (Power8, A400M, A350 XWB) belastet. Das EBIT*-Wachstum enthält rund EUR 900 Mio., die aus der Neubewertung von Drohverlusten zu den Stichtagskursen von EUR/US$ bzw. GBP/US$ resultieren. Das höhere EBIT* wurde dank Verbesserungen in allen Geschäftsbereichen erzielt. Bei Airbus trugen die starke operative Leistung in Serienprogrammen, das Erzielen von Power8-Einsparungen und die gegenüber dem Vorjahr geringeren außerordentlichen Aufwendungen positiv zur EBIT*-Steigerung bei. Die EBIT*-Zunahme im Geschäftsbereich Militärische Transportflugzeuge resultierte aus dem Hochlauf der Tankeraktivitäten und - verglichen mit dem Vorjahr - geringeren außerordentlichen Aufwendungen. Bei Eurocopter spiegelt der Anstieg des EBIT* einen positiven Volumeneffekt bei höheren Preisen wider. Die Geschäftsbereiche Astrium sowie Verteidigung & Sicherheit verbesserten ihr EBIT* und erreichten jeweils eine Rentabilität auf Rekordniveau. Im Einklang mit der EBIT*-Entwicklung steigerte EADS das Konzernergebnis auf EUR 1.572 Mio. (2007: EUR -446 Mio.). Dies entspricht einem Gewinn je Aktie von EUR 1,95 (Verlust je Aktie 2007: EUR 0,56). Die Aufwendungen für eigenfinanzierte Forschung und Entwicklung (F&E) blieben mit EUR 2.669 Mio. (2007: EUR 2.608 Mio.) stabil. Dies geht einher mit anhaltenden Aufwendungen für fortschreitende Entwicklungsprogramme bei Airbus und Eurocopter. Der Free Cash Flow vor Kundenfinanzierungen fiel stärker als erwartet aus und betrug EUR 2.886 Mio. (2007: EUR 3.293 Mio.). Die Veränderung resultiert vor allem aus höheren Kundenanzahlungen im Jahr 2007 (einschließlich eines Refinanzierungsschritts in Höhe von EUR 1,1 Mrd. im Paradigm-Programm).

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March 10, 2009 01:23 ET (05:23 GMT)