DJ Europas Börsen schließen sehr fest - ISM-Index stützt

DJ Europas Börsen schließen sehr fest - ISM-Index stützt

FRANKFURT (Dow Jones)--Die bedeutenden europäischen Aktienindizes haben am Mittwoch nach einer späten Rally sehr fest geschlossen. Der Euro-Stoxx-50-Index gewann 2,4% oder 53 Punkte auf 2.298. Der breiter diversifizierte Stoxx-50-Index rückte um 2,1% bzw 41 Punkte auf 2.018 vor. Händler sprachen von einer Fortsetzung der Erholungsbewegung. Die Initialzündung sei dabei vom ISM-Index für den US-Dienstleistungssektor ausgegangen.

Der wichtige Indikator stieg im Januar zum zweiten Mal in Folge, obwohl nach dem Anstieg im Dezember mit einer Gegenbewegung nach unten gerechnet worden war. "Der ISM-Index weist damit auf eine Verlangsamung der Rezession für den US-Dienstleistungssektor hin", sagte ein Volkswirt. Damit wachse die Hoffnung, dass es in den kommenden Monaten zu einer Stabilisierung der US-Wirtschaft kommt. Der ADP-Arbeitsmarktbericht bewegte sich im Rahmen der Erwartungen, was ebenfalls als Signal einer Stabilisierung gewertet wurde. Gesucht waren vor allem die zyklischen Werte, was Marktteilnehmer als Signal wachsender Zuversicht in die umfangreichen Konjunkturpakten der Regierungen weltweit werteten. Rohstoffwerte nach BHP-Billiton-Zahlen sehr fest

Befeuert von den Halbjahreszahlen des Minenkonzerns BHP Billiton zeigen sich die europäischen Grundstoffwerte sehr fest und zogen im Mittel um 10,8% an. Das Ergebnis des weltgrößten Bergbauunternehmens habe zwar am unteren Rand der Erwartungen gelegen, sei allerdings keine Katastrophe, sagte Analyst Warren Edney von ABN Amro.

Ein Händler merkte an, dass das Unternehmen offenbar möglichst hohe Abschreibungen vorgenommen habe, um die Bilanz für das sicher nicht leichte zweite Halbjahr vorzubereiten. "Ein in Zeiten wie diesen sicher kein falsches Rezept. Noch dazu seien viele Anleger 'short' in die Zahlen gegangen, so dass nach dem nicht so schlecht wie befürchtet ausgefallenen Ergebnis Eindeckungsbedarf bestanden habe. Rio Tinto legten um um 11,1% auf 1.861 p zu. Britische Banken ziehen nach Einkaufsmanagerindex an

Gesucht waren auch die Banken, die im Schnitt 3,5% stiegen. Die britischen Bankentitel zogen nach der Veröffentlichung des Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor des Vereinigten Königreichs im Januar deutlich an. Angesichts des jahrzehntelangen Siechtums des Verarbeitenden Gewerbes auf den Inseln ist die Volkswirtschaft stark auf die Leistung der von den Finanzinstituten der Londoner "City" geprägten Branche angewiesen.

Mit einem Anstieg auf 42,5 von 40,2 Punkten im Dezember ist der Einkaufsmanagerindex unerwartet gestiegen. Volkswirte hatten im Mittel ihrer Prognosen mit einem Rückgang auf 40,0 Zähler gerechnet. Lloyds verteuerten sich um 7,3% auf 95 p. Technologiewerte profitieren von guten Zahlen

Getragen von guten US-Vorgaben, gewannen die Technologiewerte 3,5%. Alcatel-Lucent erwirtschaftete aufgrund von Abschreibungen zwar einen Nettoverlust von 3,89 Mrd EUR, schnitt mit einem um diese Effekte bereinigten operativen Gewinn von 297 Mio EUR aber besser ab als erwartet. Die Analysten von Cheuvreux wiesen darüber hinaus darauf hin, dass die Nettoverschuldung des Konzerns unerwartet stark auf 389 Mio EUR zurückgegangen sei. Pharmawerte von Roche-Zahlen und -Ausblick belastet Dagegen verloren die Pharmawerte 1%. Belastet wurde der Sektor in erster Linie von unerwartet schwachen Zahlen und einem wenig überzeugenden Ausblick von Roche. Die Analysten von Cheuvreux meinten, das Ergebnis habe unter dem starken Franken stärker als erwartet gelitten. Auch die Pharma-Margen hätten die Erwartungen deutlich verfehlt. Die Aktien des schweizerischen Konzerns werden mit einem Minus von 9,1% auf 147,80 CHF abgestraft.

Europäische Schlussindizes am Mittwoch, den 4. Februar: === Index Schluss- Veränd. Veränd. Veränd. stand abs. in % seit Jahresbeginn DJ Europe EuroSTOXX50 2297,73 52,84 2,35 -6,27 STOXX 50 2018,24 41,43 2,10 -2,29 STOXX 600 194,67 4,89 2,58 -1,13 London FTSE 100 4228,60 64,14 1,54 -4,64 Frankfurt Xetra DAX 4492,79 117,83 2,69 -6,60 Paris CAC40 3068,99 86,60 2,90 -4,63 Amsterdam AEX 254,79 3,96 1,58 +3,60 Athen ASE 1744,05 13,10 0,76 -2,38 Brüssel BEL-20 1906,49 22,68 1,20 -0,11 Kopenhagen KFX 268,31 7,55 2,90 +8,31 Dublin ISEQ 2395,22 74,10 3,19 +2,22 Helsinki HEX 5229,64 206,98 4,12 -3,22 Istanbul IMKB-100 26141,06 481,16 1,88 -2,69 Lissabon PSI General 2106,10 9,07 0,43 +1,57 Feb 3 Madrid IBEX 35 8495,40 133,50 1,60 -7,62 Mailand S&P/MIB 18015 346 1,96 -7,43 Oslo OBX Stock 273,41 3,99 1,48 +1,19 Prag PX 749,40 -3,20 -0,43 -12,68 Moskau RTS 514,89 2,55 0,50 -18,52 Wien ATX 1737,99 48,22 2,85 -0,73 Zürich SMI 5225,46 7,85 0,15 -5,58 === DJG/mif/raz Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de

(END) Dow Jones Newswires

February 04, 2009 12:37 ET (17:37 GMT)

Copyright (c) 2009 Dow Jones & Company, Inc.