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DJ Europas Börsen weiter mit Abgaben - Banken sehr volatil

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DJ Europas Börsen weiter mit Abgaben - Banken sehr volatil

FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen haben auch am Mittwoch ihre Talfahrt der vergangenen Tage ungebrochen fortgesetzt. Positive Impulse, insbesondere aus dem Technologiesektor nach Zahlen von IBM und Ericsson, reichten nicht aus, um den Gesamtmarkt nachhaltig zu stützen. Auch die Antrittsrede des 44. Präsidenten der USA konnte die Stimmung der Anleger nicht verbessern. Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,6% oder 12 auf 2.188 Punkte, der Stoxx-50 fiel um 1% bzw 19 auf 1.917 Stellen.

Nach seiner Vereidigung als erster afro-amerikanischer Präsident rief Barack Obama zur gemeinsamen Kraftanstrengung beim Kampf gegen Wirtschaftskrise und Klimaerwärmung auf. Im Handel wirkten die Worte aber nicht nach. Vielmehr wendeten die Investoren ihre Aufmerksamkeit weiterhin den angeschlagenen Finanzinstituten zu. Der Bankensektor stelle weiter den Kern der Finanzkrise dar.

Bankenwerte sehr volatil

Der Bankensektor präsentierte sich am Berichtstag äußert volatil mit zum Teil extremen Schwankungen bei Einzeltiteln. Die Anleger schwankten zwischen der Angst vor neuen Horrormeldungen und einer möglichen Verstaatlichung des Sektors sowie Eindeckungsbedarf nach den dramatischen Verlusten der vergangenen Tage. Im Schnitt ging es für Banken um 0,7% nach oben, der Versicherungssektor verlor dagegen 0,5%.

Bewegungsreich ging es einmal mehr bei britischen Banken zu. Barclays verloren 11,6% auf 64,48 p, dagegen ging es nach dem dramatischen Kursverlust nach Bekanntgabe der Quartalszahlen zu Wochenbeginn für Royal Bank of Scotland (RBS) um 21,4% auf 12,50 p nach oben. Die Möglichkeit eines Überlebens der RBS stufen die Analysten von Bernstein mit 10% bis 20% ein, für Lloyds und Barclays wird die Wahrscheinlichkeit bei 25% bis 40% gesehen.

Zahlen von SocGen beruhigen französischen Bankensektor

Zumindest unter den französischen Banken wirkten vorläufige Geschäftszahlen der Societe Generale (SocGen) leicht beruhigend. Für das Jahr 2008 erwartet die französische Bank einen Nettogewinn von 2 Mrd EUR, die Kernkapitalquote soll per Jahresultimo bei 8,5% liegen. Die Aktie befand sich zuletzt im freien Fall, konnten sich am Berichtstag aber um 10,3% auf 27,18 EUR erholen. Für Credit Agricole ging es um 4,6% nach oben, BNP Paribas gewannen 1%.

Zahlen von IBM und Ericsson stützen Technologie-Sektor

Positive Akzente setzte am Berichtstag der Technologiesektor nach guten Zahlen von IBM sowie Ericsson. Im Stoxx-Universum ging es daraufhin 3% nach oben. Das vierte Quartal von Ericsson hat positiv überrascht, aber gibt keine Tendenz für 2009 vor, wie die Analysten der Swedbank konstatieren. Analyst Jan Ihrfelt rechnet mit einem schwierigen Jahr und weiteren Restrukturierungen.

"Es ist klar besser als erwartet, aber sie sind mit ihrem Ausblick auf 2009 sehr vorsichtig und das sorgt für Unsicherheit", sagte der Experte mit Blick auf die Aussagen von Ericsson zum Berichtsquartal und zum Jahr 2009. Zudem hat IBM im vierten Quartal trotz geringerer Erlöse ihr Nettoergebnis gesteigert und eine über den Markterwartungen liegende Prognose für 2009 abgegeben.

Für die Aktie von Ericsson ging es nach den Zahlen um satte 11,8% auf 62,60 SEK nach oben. Daneben gewannen Infineon 3,5%, SAP 2,9% sowie Siemens 3,5%. Der direkte Mitbewerber Nokia zog lediglich um 0,3% auf 10,23 EUR an.

Auf der Abgeberseite standen eher defensive Werte wie Health Care und Telekom. Hier ging es im Schnitt um 1,4% bzw 2,1% nach unten. So verloren etwa Novartis 3,2% auf 51,95 CHF, AstraZeneca 2% auf 2.748 p oder GlaxoSmithKline 4,4% auf 1.237 p. Mit dem weiterhin recht schwachen Ölpreis ging es für Öltitel im Stoxx-Bereich um 2,5% nach unten. Hier verloren BP 2,5% auf 486 p und Royal Dutch Shell fielen um 3,2% auf 1.677 p.

Europäische Schlussindizes am Mittwoch, 21. Januar: === Index Schluss- Veränd. Veränd. Veränd. stand abs. in % seit Jahresbeginn DJ Europe EuroSTOXX50 2188,43 -12,37 -0,56 -10,73 STOXX 50 1916,85 -19,03 -0,98 -7,20 STOXX 600 184,52 -1,18 -0,64 -6,29 London FTSE 100 4059,88 -31,52 -0,77 -8,44 Frankfurt Xetra DAX 4261,15 21,30 0,50 -11,41 Paris CAC40 2905,57 -19,71 -0,67 -9,71 Amsterdam AEX 237,71 -2,40 -1,00 -3,35 Athen ASE 1702,73 50,22 3,04 -4,69 Brüssel BEL-20 1794,97 -7,77 -0,43 -5,96 Kopenhagen KFX 251,92 1,58 0,63 +1,70 Dublin ISEQ 2192,13 -38,46 -1,72 -6,45 Helsinki HEX 5102,68 18,64 0,37 -5,57 Istanbul IMKB-100 24736,12 21,38 0,09 -7,92 Madrid IBEX 35 8230,70 -45,80 -0,55 -10,50 Mailand S&P/MIB 17684 -340 -1,89 -9,13 Oslo OBX Stock 271,28 2,03 0,75 +0,40 Prag PX 784,40 -14,50 -1,81 -8,60 Moskau RTS 530,09 15,80 3,07 -16,11 Wien ATX 1612,69 -10,81 -0,67 -7,89 Zürich SMI 5304,17 -16,83 -0,32 -4,16 === DJG/mpt/ros Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de

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January 21, 2009 12:47 ET (17:47 GMT)

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