DJ Müntefering rechnet nicht mit Schwarz-Gelb - Zeitung

DJ Müntefering rechnet nicht mit Schwarz-Gelb - Zeitung

DORTMUND (Dow Jones)--SPD-Parteichef Franz Müntefering rechnet nicht damit, dass es nach der Bundestagswahl im September eine schwarz-gelbe Mehrheit geben wird. "Das Feld ist offen", sagte Müntefering den Dortmunder "Ruhr Nachrichten" (Mittwochausgabe), wie ddp berichtet.

FDP-Chef Guido Westerwelle und Teilen der CDU warf Müntefering vor, einen Lagerwahlkampf vorzubereiten. Wie Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel das sehe, wisse man nicht so genau, sagte Müntefering weiter. Westerwelle versuche aber mit seiner Umarmungsstrategie gegenüber der CDU die Union so klein wie möglich zu machen, lautet Münteferings Analyse in der Zeitung. "In Hessen hatte er damit ja schon einen gewissen Erfolg. Er hat den Vorteil, im Lager eindeutiger positioniert zu sein."

Die Union sei hingegen diffus, sagte Müntefering. "Es wird für sie schwer, sich in so einer Konstellation erkennbar zu machen. Die Bundeskanzlerin hat die Eindeutigkeit ihrer Partei aufgegeben. Sie entscheidet von Fall zu Fall, ohne klare Linie, ohne Führung. Die CDU ist ein Mischmasch zwischen Rüttgers und Oettinger. Der eine spielt Linksaußen, der andere Rechtsaußen, teils jenseits der Außenlinie."

Im Gegensatz zu den schwarz-gelben Überlegungen in der FDP brachte Müntefering in der Zeitung eine Ampelkoalition ins Gespräch. Dass die FDP auch dafür zur Verfügung stehen werde, bezweifle er nicht, sagte Müntefering. "Wir werden darstellen, was die SPD auch mit den Grünen und der FDP anzubieten hätte. Und die FDP will regieren."

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January 21, 2009 01:15 ET (06:15 GMT)

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