DJE Gold & Ressourcen und DJE Gold & Stabilitätsfonds Gold: „Nächster Zinsschritt der US-Notenbank ist eingepreist“

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Welche politischen oder geopolitischen Ereignisse, die in diesem Jahr noch anstehen, werden die größten Auswirkungen auf den Goldpreis haben?

Breintner: Das ist schwer zu sagen. Meiner Meinung nach hat die Wahl in Deutschland kaum einen Einfluss. Sollte es zu einem Krieg mit Nordkorea kommen, würde dies wohl aber Gold begünstigen. Schwer zu prognostizieren im Hinblick auf den Goldpreis ist, inwiefern sich ein Ende der ultralockeren Geldpolitik der EZB auf den Goldpreis auswirken würde. Einerseits dürften in diesem Fall zwar die europäischen Zinsen etwas steigen, aber andererseits sollte auch der Euro zur Stärke neigen, was wiederum in der Historie positiv für Gold war. Ein schwacher US-Dollar ist generell positiv für Gold.

Und welche Ereignisse werden den Goldpreis nicht oder kaum beeinflussen?

Breintner: Ein nächster Zinsschritt der US-amerikanischen Notenbank im Juni dieses Jahres scheint weitgehend eingepreist zu sein.

Bitte beschreiben Sie ein realistisches Szenario, in dem es in den kommenden Monaten zu stark steigenden Goldpreisen kommen würde.

Breintner: Die US-amerikanische Notenbank macht nur noch einen Zinsschritt dieses Jahr. Gleichzeitig zieht die US-Inflation an und der Realzins in den USA fällt. In diesem Szenario würden die ETF-Zuflüsse stärker ansteigen. Wenn sich dann noch die asiatische Goldnachfrage so robust wie im ersten Quartal 2017 entwickelt und die Minenproduktion im zweiten Halbjahr 2017 zurückgeht, sollte Gold stärker ansteigen.

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