Aktualisiert am 29.01.2020 - 09:18 UhrLesedauer: 2 Minuten

DKV und FDP: Luxusversicherung für die Liberalen

Die DKV in Köln
Die DKV in Köln

„Die liberale Alternative zur Gesundheitsreform“, so wirbt die Deutsche Krankenversicherung DKV auf der Internetplattform netzwerk-mit-nutzwert.de, die der FDP gehört. Fünf Prozent Rabatt, Vorerkrankungen sind - anders als sonst üblich - kein Grund, den Versicherungsschutz zu verweigern, die normalen Wartezeiten gibt es nicht, Familienmitglieder werden mitversichert – eine Luxusversicherung mit dem Rundum-Sorglos-Paket für die Liberalen. "Freie Demokratische Partei und DKV - starke Partner", so heißt es auch auf der DKV-Homepage. Das Logo der Liberalen prangt dabei direkt unter dem der DKV. Nichts Besonderes für die DKV-Sprecherin Sybille Schneider. „Die DKV bietet insgesamt etwa 1.000 Firmen und Verbänden solche Gruppenverträge an“, erklärte sie gegenüber Sueddeutsche.de.

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Pikant ist in diesem Fall aber, dass die als Besserverdiener-Partei bekannte FDP, sich schon bei langem für die Belange privater Krankenversicherungen stark macht. So strebt der FDP-Gesundheitsminister Philipp Rösler ein Umbau des Gesundheitssystems weg von der solidarischen Umlagefinanzierung hin zur einheitlichen Kopfpauschale mit privater Zusatzversorgung an. Die Liberalen standen bereits vor wenigen Tagen aufgrund einer Millionenspende von August Baron von Finck, dem unter anderem die Hotelkette Mövenpick gehört, in der Kritik. Die "Mövenpick-Partei" habe sich damit die Mehrwertsteuersenkung auf Hotelübernachtungen bezahlen lassen, meinten die Kritiker.

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