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Wasserstoffbetriebenes Auto auf der Consumer Electronics Show in Shanghai: Brennstoffzellen gelten als gute Alternative zum reinen Elektroantrieb für Autos. | © Getty Images

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Das sind Aktie, Markt und Fonds des Monats November 2019

Aktie des Monats: Qiagen

Eigentlich schien es schon so, als würde aus der Aktie des Gendiagnostik- und Biotech-Konzerns Qiagen die Luft entweichen. Zunächst hatte sie sich von rund 15 Euro im November 2009 auf ein Hoch von fast 37 Euro im April 2019 aufgeschwungen. Doch dann war die Ampulle plötzlich leer, der Aktienkurs begann zu dümpeln. Qiagen verfehlte die Prognose fürs zweite Quartal. Und dann kam der fürchterliche Oktober.

Da meldete man einerseits das Ergebnis fürs dritte Quartal. Anstelle der angepeilten 4 bis 5 Prozent legte der Umsatz nur um 1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal zu. Im operativen Geschäft stand ein dicker Verlust von 208 Millionen US-Dollar. Ursache dafür ist, dass Qiagen eine Zusammenarbeit in China beendete, was schon mal den Umsatz stärker drückte als zunächst erwartet. Außerdem gab es Qiagen auf, bestimmte Instrumente weiterzuentwickeln, mit denen man Gene besser auslesen könnte. Das, zusammen mit Umbaumaßnahmen im Konzern, kostete im dritten Quartal 277 Millionen Dollar. Immerhin legte der freie Cashflow um 17 Prozent auf 62 Millionen Dollar zu.

Andererseits kündigte Unternehmenschef Peer Schatz überraschend an, nach 27 Jahren in der Firma zurückzutreten. Solche unsicheren Aussichten ließen den Aktienkurs am 8. Oktober um mehr als 20 Prozent abstürzen.

Dann erhöhte eine Adrenalinspritze im November wieder den Puls. Laut einem Medienbericht überlegt der Laborausrüster Thermo Fisher Scientific aus Waltham, Massachusetts, Qiagen zu kaufen. Das ist zwar noch nicht viel mehr als ein Gedankenspiel, aber es brachte wieder Fantasie in den Qiagen-Kurs, der regelrecht explodierte. Zumal sich wohl noch weitere Kaufinteressenten finden könnten, heißt es in den Berichten weiter. Ende offen.

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