Lesedauer: 2 Minuten

Doch kein kurzer Prozess Zweiter Prozesstag verläuft für Hoeneß unglücklich

Heute sagt eine Steuerfahnderin im Prozess um Uli Hoeneß aus. Sie äußert sich unter anderem zu den Unterlagen, die belegen, dass Hoeneß mehr Steuern am Staat vorbei gemogelt hat als vermutet. Die Unterlagen gingen am 27. Februar 2014 beim Finanzamt ein. Seitdem prüfen die Finanzbeamten, was die neuen Zahlen fürs Strafmaß bedeuten. Das Handelsblatt listet alles noch einmal auf und munkelt über mögliche Gefängnisstrafen.

Im Zusammenhang mit den neuen Steuer-Daten wird die Lage für Hoeneß im Laufe des zweiten Prozess-Tages verzwickter: Das Finanzamt konnte laut Aussage der Finanzbeamtin feststellen, dass ein Grund-PDF mit den zusätzlichen Zahlen bereits am 18. Januar 2013 bei Hoeneß vorlag. Der rückte mit den belastenden Dateien aber erst gut ein Jahr später heraus. Erste Stimmen werden laut, dass Hoeneß das Datum des PDFs habe ändern wollen.

Die neuen Vorwürfe machen ein Prozessende bis Donnerstag dieser Woche unwahrscheinlich. Auch das Ergebnis des Prozesses ist noch völlig offen: Eine Haftstrafe ist nicht auszuschließen. Im Lichte der Ereignisse drängen außerdem Forderungen nach einem Rücktritt beim FC Bayern München an die Öffentlichkeit. Dort ist Hoeneß noch immer Präsident.

Das Wichtigste zum ersten Prozesstag gibt's hier
Mehr zum Thema