Doch keine Top-Note für Buffett

Berkshire-Ausblick angehoben

Standard & Poor’s hat den Rating-Ausblick für Berkshire Hathaway, die Investmentholding von Warren Buffett, am Montag von negativ auf stabil angehoben. Die Kapitalposition des Unternehmens habe sich verbessert. Die Note “AA” wurde bestätigt.

“Die Kapital-Ausstattung ist seit 2013 angemessener geworden”, hieß es. “Die operativen Versicherungsfirmen werden extrem stark kapitalisiert bleiben.”

Noch 2009 war Berkshire von S&P, Fitch Ratings und Moody’s Investors Service mit der bestmöglichen Note bewertet worden. S&P kassierte das “AAA"-Rating allerdings im Jahr 2010 ein, nachdem das Unternehmen zugestimmt hatte, Burlington Northern Santa Fe für 26,5 Milliarden Dollar zu kaufen. S&P zufolge haben auch die Wert-Schwankungen von Buffetts Aktien-Investments auf der Kreditwürdigkeit der Firma gelastet.

‘‘Wir glauben, BRK wird weiter eine aggressive Übernahme-Strategie verfolgen’’, erklärte S&P am Montag. BRK ist das Ticker-Symbol von Berkshire. ‘‘Das Risiko wird größtenteils ausgeglichen durch die Stärke und Stabilität der Gewinne, die die gesamte Gruppe erzielt.’’

Buffett ist seit mehr als vier Jahrzehnten Chairman und Chef von Berkshire. Er hat aus einem Textilhersteller einen Konzern gemacht, der Versicherungen verkauft, Transportdienste anbietet, Elektrizität produziert, Chemikalien herstellt und Waren von Diamanten bis hin zu Unterwäsche verkauft. Der 83- Jährige hat Gelder seiner Versicherungsfirmen wie Geico genutzt, um Aktien zu kaufen oder Übernahmen zu tätigen.

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