Der Bestzins für zehnjähige Hypothekendarlehen schwankt weiterhin um die 1,1-Prozent-Marke. Grafik: Dr. Klein & Co. AG

Der Bestzins für zehnjähige Hypothekendarlehen schwankt weiterhin um die 1,1-Prozent-Marke. Grafik: Dr. Klein & Co. AG

Dr. Klein & Co. Trendindikator

Baufi-Zinsen in stabiler Seitenlage

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„Immobilienkäufer und Anschlussfinanzierer werden in den kommenden Wochen weiterhin äußerst attraktive Finanzierungskonditionen vorfinden“, erklärt Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher bei Dr. Klein & Co. „Dies beruht auf der Fortsetzung der expansiven Geldpolitik der EZB. Da auch von der US-Notenbank kein klares Votum zu einer Leitzinserhöhung kam, erwarten wir auf kurze bis mittlere Sicht schwankend niedrige Baufinanzierungszinsen.“

Weiterhin günstige Finanzierungskonditionen


Um die Inflation und Konjunktur in Europa anzukurbeln hatte die Europäische Zentralbank (EZB) auf ihrer April-Sitzung den Leitzins unverändert auf seinem Tiefststand von 0,0 Prozent belassen. Der Strafzins für Banken, den sie für ihr bei der EZB geparktes Geld zahlen, blieb bei -0,4 Prozent. Darüber hinaus begann die EZB ihr Anleihekaufprogramm auf 80 Milliarden Euro pro Monat aufzustocken.

Notenbank-Chef Draghi wies darauf hin, dass die Zinsen für einen längeren Zeitraum auf dem derzeitigen oder sogar einem niedrigeren Niveau blieben und die Notenbank ihr Mandat voll ausnutzen werde.

Auf Kritik aus Deutschland hinsichtlich einer möglichen Mandatsverletzung der EZB erwiderte Draghi, dass es Aufgabe der Notenbank sei, die Preisstabilität für die gesamte Euro-Zone zu sichern, nicht nur für Deutschland. Die EZB sei unabhängig und folge dem Gesetz, nicht Politikern.

Wachstumstempo im ersten Quartal verdoppelt

Im Frühjahr haben sich einige Indikatoren für die Euro-Zone aufgehellt. So hat sich das Wachstumstempo im ersten Quartal auf 0,6 Prozent verdoppelt, die Arbeitslosenquote fiel mit 10,2 Prozent auf den niedrigsten Stand seit 2011.

Die Verbraucherpreise gingen jedoch im April um 0,2 Prozent zurück und sind somit nach wie vor weit von der Preisstabilitätsgrenze der EZB, die bei 2,0 Prozent liegt, entfernt.

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Zinsänderungsrisiko vermeiden!

Dr. Klein-Chef Gawarecki empfiehlt: „Um das Zinsänderungsrisiko zu vermeiden, sollten Immobilienkäufer für ihren Kredit eine lange Zinsbindung wählen.“ 20-jährige Zinsbindungen zum Beispiel gibt es bei einem gewissen Eigenkapitaleinsatz der Kunden gegenwärtig bereits für unter 2,0 Prozent. Mit einer hohen Tilgung kann das Darlehen dann schneller reduziert werden.

Hausbesitzer, die eine Anschlussfinanzierung benötigen, treffen derzeit ebenfalls auf ein attraktives Umfeld. „Wir stellen fest, dass im März der Anteil an Forward-Darlehen einen neuen Rekordwert erzielt hat - die Tendenz wird anhalten“, berichtet Gawarecki.

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