Blick auf das Bankenviertel: Frankfurt bekommt mit der Fidus Finanz eine neue Vermögensverwaltung.  | © imago images / Jürgen Ritter Foto: imago images / Jürgen Ritter

Drei Geschäftsfelder inklusive

Frankfurt bekommt neuen Vermögensverwalter

Mit der Fidus Finanz bekommt Frankfurt einen weiteren Vermögensverwalter. Das im Mai 2019 gegründet Unternehmen ist jetzt nach knapp einjähriger Vorbereitungsphase in den Geschäftsbetrieb gestartet. Zum vierköpfigen Vorstand zählen Axel Rohr, Volker Henkel, Claudia Henkel sowie Reimund Thull. Zu den Geschäftsfeldern gehören die individuelle Vermögensverwaltung, ein Haftungsdach und das Fonds-Advisory sowie die Compliance-Beratung.

In der Vermögensverwaltung betreut die Gesellschaft nach eigenen Angaben bereits eine Reihe von Kunden. Man verzichte hierbei grundsätzlich auf den Einsatz vorgefertigter Musterportfolios und investierte stattdessen direkt in Aktien, Anleihen und Cash. Zielfonds kämen allenfalls in Nischenmärkten zum Einsatz. Die Vermögensverwaltung macht die im Dezember 2019 erlangte Bafin-Lizenz zur Finanz-Portfolioverwaltung möglich. Die Rolle als Leiter des Portfoliomanagements übernimmt Reimund Thull.

Von vornherein will man bei der Fidus Finanz weiter wachsen. „Unsere Gesellschaft freut sich auf die Verstärkung durch engagierte Kundenberater, die ihre Tätigkeit zukünftig stärker an den Interessen ihrer Klienten und weniger an Vertriebsvorgaben ausrichten möchte“, erklärt Volker Henkel. Man erwartet, dass mancher Finanzdienstleister durch die aktuelle angespannte wirtschaftliche Situation noch größeren Vertriebsdruck auf die Berater aufbauen wird und entsprechend eine höhere Wechselbereitschaft entsteht.

Selbiges gilt auch für das Portfoliomanagement. „Nach unserer Beobachtung drängen vermehrt talentierte Fondsmanager in die Unabhängigkeit, um ihre Sicht auf die Märkte mit eigenen Produkten umzusetzen“, so Henkel. Denen will man im Geschäftsfeld Fonds-Advisory / Haftungsdach eine berufliche Heimat bieten.

Im dritten Geschäftsfeld der Compliance-Beratung will man anderen Finanzdienstleistern das rechtssichere Outsourcing des Compliance-Managements bieten. Das umfasst neben einer Risikoanalyse die Erarbeitung individueller Überwachungsmaßnahmen sowie deren Durchführung und Dokumentation. „Bei Bedarf können wir auch den Compliance- und den Geldwäschebeauftragten stellen“, erläutert Fidus-Vorstand Axel Rohr, der diesen Bereich verantwortet. Er war zuvor in ähnlicher Funktion bei Reuss Private Deutschland tätig.

 

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