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Drei Tipps So haben Anleger dauerhaft mehr Erfolg

Bärenskulptur vor der Frankfurter Börse
Bärenskulptur vor der Frankfurter Börse: „Weil man Angst hat, greift man nicht zu, obwohl es jetzt Aktien zu Schnäppchen-Preisen gibt“, so Stephan Albrech. | Foto: Imago Images / Schöning

An der Börse gibt es eine Reihe nützlicher Weisheiten. Dazu zählen Aussagen wie „Kaufen, wenn die Kanonen donnern“ oder „Realisieren Sie Gewinne, wenn alle anderen euphorisch sind“. Doch immer, wenn es so weit ist, will der größte Teil der Anleger nichts mehr davon wissen. Dann setzen die meisten auf die teuerste Parole seit Erfindung der Börse: „Dieses Mal ist alles anders.“ Diesen falschen Glaubenssatz bekommt man fast überall bestätigt – sei es in den Nachrichten, in der Bank oder im Gespräch mit Freunden.

Angst und Gier und „Dieses Mal ist alles anders“

Weil man Angst hat, greift man nicht zu, obwohl es jetzt Aktien zu Schnäppchen-Preisen gibt. Und weil man gierig wird und weitere Kursanstiege nicht verpassen möchte, verkauft man nicht. „Dieses Mal ist alles anders“ ist psychologisch betrachtet eine Rationalisierung, damit sich Anleger von ihren Emotionen leiten lassen können. Es ist eben leichter, der emotionalisierten Herde zu folgen, als selbstbestimmt zu denken und zu handeln.

 

 

 


Beim Finanz-Gedächtnis zählen drei Faktoren

Es liegt auf der Hand, dass Anleger so auf Dauer keinen Erfolg haben werden, im Gegenteil. Hier kommt nun das ins Spiel, was sich als Finanz-Gedächtnis bezeichnen lässt. Wie der Name schon sagt, werden die aktuellen Ereignisse in einen größeren Kontext gestellt, um Abstand zu gewinnen und sie einzuordnen. Damit wir uns auf unser Finanz-Gedächtnis verlassen können, betrachten wir den bisherigen Kursverlauf, das Sentiment und volkswirtschaftliche Prognosen und vergleichen sie mit früheren ähnlichen Situationen.

1. Chart-Check: Bislang nicht mehr als eine Korrektur

Der bisherige Kursverlauf (Chart) als Fußspur des Geldes ist eine unumstrittene Tatsache. Hier können wir erkennen, wie sich Indizes wie der Dax oder der amerikanische S&P 500 entwickelt haben. Beim S&P 500 ist es sonnenklar: Nach der Corona-Krise ist der Index nach oben geschossen und hat neue Allzeithochs erreicht. In den vergangenen sechs Monaten hat das Barometer rund 45 Prozent dieses Anstiegs abgegeben. Damit befindet sich der Index aber weiterhin nur in einer Korrektur dieses großen Anstiegs und nicht in einem neuen Bärenmarkt, wie manche Kommentatoren suggerieren. Der übergeordnete Bullenmarkt ist weiterhin intakt.