Ralf Lochmüller

Ralf Lochmüller

Dreijahresbilanz: Absolute-Return-Fonds im Plus

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Auf Drei-Jahres-Sicht erwirtschafteten die Absolute-Return-Fonds 0,98 Prozent jährlich. Das ist das Ergebnis der halbjährlichen Absolute-Return-Studie von Lupus Alpha, die auf den Daten des Fondsanalysehauses Lipper beruht. Dabei wurden 195 Produkte, die seit mindestens drei Jahren auf dem Markt sind, untersucht. Zuletzt fiel das Ergebnis im Juni 2009 ähnlich positiv aus, berichtet Lupus Alpha. In den vergangenen Untersuchungszeiträumen dagegen schwankte die jährliche Rendite von minus 0,31 bis plus 0,57 Prozent. Zum Vergleich: Der Dax legte in den vergangenen drei Jahren etwa 5,3 Prozent pro Jahr zu. Auch in diesem Jahr hatten die Fonds schwere Zeiten durchzustehen. Bedingt durch die Reaktorkatastrophe in Japan und die Euro-Krise lag die durchschnittliche Rendite zur Jahresmitte hin bei minus 2,08 Prozent. Lediglich ein Drittel der Fonds lassen seit Anfang des Jahres ein kontinuierliches Plus erkennen. Im Dreijahresvergleich liefern zwei Drittel der Fonds eine positive Rendite. 40 Prozent zeigen sogar eine gute Sharpe. Zum Vergleich: Ende 2010 waren es nur 33 Prozent. Unter einander weisen die einzelnen Fonds immer noch starke Qualitätsunterschiede auf. Anleger sollten nicht nur auf die Wertentwicklung, sondern auch  auf die Strategie und das Rendite-Risiko-Profil der Fonds schauen, rät Ralf Lochmüller, Partner und Sprecher von Lupus Alpha. Die Sharpe Ratios aller untersuchten Produkte decken eine Bandbreite von plus 0,53 bis minus 0,63 ab. Generell gewinnen Absolute Return Fonds an Bedeutung: Seit Mitte 2008 ist das Volumen von 36 auf 68 Milliarden Euro gestiegen. Neuauflegungen gibt es dagegen immer weniger. Im Jahr 2010 kamen 53 Fonds neu auf den Markt, in der ersten Hälfte des Jahres 2011 waren es nur noch insgesamt 14.

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